Erfolg spricht für Lobe-Schule

Erzieherinnen über Sprachfördermöglichkeiten informiert

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Ann-Cathrin Thomas erklärt den Erzieherinnen den Schulablauf in der Mira-Lobe-Schule.

40 Erzieherinnen aus dem östlichen Landkreis, aber auch aus Orten wie Mühltal oder Ober-Ramstadt, besuchten auf Einladung die Mira-Lobe-Schule (MLS), seit 2011 eine Institution im Niederfeld. 

Eppertshausen – Die Schule mit Schwerpunkt Sprachförderung im Landkreis gibt es seit 27 Jahren. Warum Kitas aus dem weiten Umland den Eltern ihrer sprachauffälligen Kinder guten Gewissens empfehlen können, die Sprößlinge auch bis zu 30 Kilometer vom Heimatort entfernt gen Eppertshausen zu schicken, wollten die Förderschullehrerinnen ihrem Besuch vermitteln.

Schlagendstes Argument: Die weitaus meisten aller Kinder der Sprachheilschule wechseln noch im Grundschulalter auf die Regelschule. Einzuschulende Kinder mit Sprachauffälligkeiten können zunächst in der Mira-Lobe-Schule besser aufgehoben sein als an einer Regelgrundschule, und dies deutet sich meist schon im Kindergarten-Alter an. „Quereinsteiger waren früher eher selten, nehmen allerdings in den vergangenen Jahren stetig zu. Die meisten unserer Kinder haben ihre schulische Laufbahn aber direkt bei uns begonnen“, erklärte Schulleiterin Jutta Meier. Und: „Eine frühe intensive Förderung erhöht die Erfolgsquote.“

Ziel: Abbau der Sprachauffälligkeit

Das Ziel ist immer der Abbau der Sprachauffälligkeit. In weit über 50 Prozent der Fälle gelingt es der Förderschule, Jungen und Mädchen in den ersten Schuljahren so weit zu stärken und nach vorn zu bringen, dass sie sich unter die Kinder der Regelschulen mischen können.

„Sprechen ist auch Ergebnis einer positiven Gesamtentwicklung“, wurde den Besucherinnen vermittelt. Häufig treten bei sprachentwicklungsverzögerten Kindern zusätzlich Probleme in der Wahrnehmung, der Motorik, der Konzentration und im Sozial- und Lernverhalten auf. „Deshalb bieten wir den Kindern von der Vorklasse an eine ganzheitliche und handlungsorientierte Förderung“, erklärte die Schulleiterin.

Gute, moderne Ausstattung

Karin Wörth oblag es, über sprachliche Auffälligkeiten und Unterscheidungsmerkmale von normaler und auffälliger Sprachentwicklung zu berichten. Zu den Möglichkeiten, sprachauffällige Kinder in ihrer Kommunikation zu fördern, informierten Katrin Köhler und Simone Ebanja. Schulleiterin Meier und ihre Stellvertreterin Meike Naggatz gaben schließlich weitere Einblicke in die Angebotspalette der Lobe-Schule.

Im Anschluss hatte die Erzieherinnen in Kleingruppen Gelegenheit, sich in der Schule über verschiedene Themenschwerpunkte wie beispielsweise Diagnose- und Fördermaterialien, Mathematik und Sprache oder den Leselehrgang in der Sprachheilschule zu informieren. Auf großes Interesse stieß dabei die gute, moderne Ausstattung in den beiden Schultrakten.

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