Mit Behindertenstellflächen, Elektrozapfsäule und Bushaltestelle

Neuer Parkplatz soll Hauptstraße entlasten

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Das Areal Hauptstraße 67 wird bald Parkplatz mit 28 Stellflächen sein. Davor kommt die Bushaltestelle.

Dort, wo erst kürzlich nach langer Zeit ruinösen und geschlossenen Zustands der ehemalige Supermarkt an der Hauptstraße 67 von der Gemeinde niedergelegt wurde, soll schon bald für rund 155.000 Euro ein Parkplatz mit insgesamt 28 Stellflächen entstehen.

Eppertshausen – Hierzu beschlossen die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig den Bebauungsplan „Hauptstraße 67“. Für das Projekt wurde im Vorfeld bereits die Verlegung einer südlich gelegenen Bushaltestelle beschlossen, die vor dem Parkplatz barrierefrei neu aufgebaut werden soll.

Nicht nur, dass der lange Jahre ungenutzte Naheinkaufsmarkt an der Hauptstraße 67 mittlerweile zu einem argen Schandfleck im Zuge der Ortsdurchfahrt verkommen war. Die Kommune kaufte die herunter gekommene Immobilie auch, weil sie Parkraum schaffen will, um die Hauptstraße vom sogenannten „ruhenden Verkehr“ zu entlasten. Zu oft verengen beidseitig geparkte Autos auf der Hauptstraße die Fahrbahn. Begegnen sich Lastwagen und Bus, staut sich schnell die Lage. Und vor allem schräg gegenüber der Hauptstraße 67 eskaliert die Situation des Öfteren, denn gegenüber der Sparkasse hält an drei Tagen die Woche jeweils ein Imbisswagen, der von Autofahrern gut frequentiert wird und die bei der Suche nach einem Parkplatz zusätzlich für Verkehrsstress sorgen. Den Imbiss zum neuen Platz gegenüber zu verlegen, ist eine Überlegung für die Bebauungsplanung.

Gerade zum Fischwagen hatte SPD-Abgeordneter Manfred Hechler Einwände. Er falle schon seit Jahren durch arge Geruchsbelästigung auf, wenn man neu plane, solle man die Errichtung eines Schornsteins in Erwägung ziehen. Ansonsten befürworteten die Politiker, die Imbissecke zu verlegen, steht der Wagen doch an der Hüttenstraße, die in den vergangenen Jahren als Zubringer zum Park 45 erheblich höhere Belastung erfährt als früher. Zudem zieht auch die Verlegung der Postfiliale vom Franz-Gruber-Platz zum Geschäftshaus Sperl an der Hauptstraße mehr Verkehr an. Eine Verlagerung des Standortes der Imbisswagen schien allen Gemeindevertretern sinnvoll zu sein.

Dieses Areal an der Hauptstraße wird umgestaltet.

Ob nun mit oder ohne Schornstein soll der Parkplatz Entlastung bringen. In einer eigens angefertigten Situationsanalyse heißt es: „Der angrenzende Straßenraum der Hauptstraße weist keine besonderen städtebaulichen Gestaltungsmerkmale auf. Bäume oder sonstiges Grün fehlen im Straßenraum, der ruhende Verkehr ist ungeordnet, Querungshilfen für den Fußgängerverkehr fehlen.“ Um Belange des Umweltschutzes braucht man sich also nicht zu scheren, „da es sich bei dem Plangebiet überwiegend um schon versiegelte, befestigte Flächen handelt. Einzelbäume, Gehölzstrukturen oder sonstige biotoprelevante Flächen sind nicht vorhanden“.

So sollen nun die Fahrgassen und Stellplätze auf dem neuen Platz wie die angrenzende Friedhofstraße gepflastert werden. Auch soll die verkehrliche Erschließung ausschließlich von der Friedhofstraße her erfolgen. Auf der Hauptstraße direkt vor dem Grundstück plant die Dadina eine neue, barrierefreie Bushaltestelle. Und im Bereich der Bushaltestelle sollen auch zwei Behindertenparkplätze angelegt werden, im Bereich der Ein- und Ausfahrt zur Friedhofstraße eine weitere Elektro-Zapfsäule. Die per Stellplatzsatzung erforderlichen sechs zu pflanzenden Bäume sind überwiegend zwischen Bushaltestelle und Parkplatz vorgesehen.

VON THOMAS MEIER

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