4,7 Millionen an Investitionen

Haushaltsentwurf: Gehwege und Wohnbau größte Brocken

Eppertshausen will 1,6 Millionen Euro für den Neubau von bezahlbarem Wohnraum in der Mozartstraße investieren. 
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Eppertshausen will 1,6 Millionen Euro für den Neubau von bezahlbarem Wohnraum in der Mozartstraße investieren. 

Die Kommune benötigt auch 2020 keine Erhöhung der Grundsteuer B, sie hat die niedrigsten Hebesätze bei der Grund- und Gewerbesteuer im Landkreis und plant Investitionen in Höhe von rund 4,7 Millionen Euro.

Eppertshausen - Kurz und knackig verpackte Bürgermeister Carsten Helfmann am Mittwochabend diese Grundinformationen in die Einleitung seiner Etateinbringung im Rathaus-Sitzungssaal bei der Gemeindevertretersitzung.

Dass der Haushaltsentwurf für 2020 mit Erträgen in Höhe von 12,9 Millionen Euro bei Aufwendungen von 13,7 Millionen nicht ausgeglichen ist, sondern mit einem Fehlbedarf von 783 000 Euro schließt, trifft die Kommune nicht wirklich hart. Helfmann erklärte, mit einem Finanzmittelbestand in Höhe von rund sechs Millionen Euro zum Jahresbeginn 2020, keiner Aufnahme von Kassenkrediten und einem Plus von 6,7 Millionen aus den Vorjahren seit 2008 benötige man trotz des Fehlbedarfs im Planentwurf keinen genehmigungspflichtigen Haushalt. Man müsse ergo auch kein Haushaltssicherungskonzept vorlegen.

Traditioneller Wermutstropfen bei der Haushaltseinbringung: Wieder einmal steigen Kreis- und Schulumlage, die an den Kreis zu zahlen sind. Bei der Kreisumlage verzeichnet Eppertshausen ein achtprozentiges Plus von 247 000 Euro auf nun über drei Millionen Euro, bei der Schulumlage sind es fünf Prozent oder 80 000 Euro mehr. Gut für den Gemeindesäckel ist hingegen, dass die Verwaltung von einer Steigerung der Gewerbesteuereinnahmen von 15 Prozent von 2,4 auf 2,85 Millionen Euro ausgehen kann.

Eppertshausen: Investitionen Wohnbau geplant 

Für 2020 wird der Hebesatz für die Gewerbesteuer von 350 auf 357 Prozentpunkte erhöht. Der Beschluss hierzu fiel direkt nach Einbringung des Haushaltsentwurfs. Grund der geringen Anhebung war die von der Kommunalaufsicht angemahnte Beachtung des sogenannten Nivellierungshebesatzes und ihre Empfehlung, den Mindestsatz von 357 Prozentpunkten zu beschließen.

Außer der Gewerbesteuererhöhung ist im Etatentwurf auch die Erhöhung der Spielapparatesteuer von 15 auf 18 Prozent vorgesehen, die ebenfalls noch am Mittwochabend einstimmig beschlossen wurde. Die Grundsteuer B soll laut Helfmann bei 365 Punkten belassen werden.

Der Gesamtbetrag der Kredite, deren Aufnahme im kommenden Haushaltsjahr zur Finanzierung von Investitionen erforderlich ist, wird im Entwurf auf 1,79 Millionen Euro festgesetzt. Davon entfallen 1,6 Millionen auf den Neubau für bezahlbaren Wohnraum in der Mozartstraße und der Rest auf die Errichtung eines Parkplatzes in der Hauptstraße 67. „Um weiterhin einen genehmigungsfreien Haushalt zu haben und das zu hohe Defizit zu reduzieren, wurden Einsparungen und Mehreinnahmen von insgesamt etwas mehr als einer Million Euro berücksichtigt“, führte der Verwaltungschef aus.  tm

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