Pfarrgemeinderat  tagt in ungewöhnlicher Form

Gottesdienst mit Gläubigen, aber wann?

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PGR-Sitzung am Schreibtisch: Zu sehen sind auf dem Tablet Martina Lenz, Pfarrer Schüpke, Regina Schindler-Christe und Peter Waldmann. 

Seit über 50 Jahren gibt es mit dem Pfarrgemeinderat (PGR) ein katholisches Laiengremium, das sich unter anderem mit den Formen und Ausgestaltung der Liturgie befasst.

Eppertshausen/Münster –  Die Sitzung des Gesamtpfarrgemeinderats Eppertshausen und Münster, der in dieser Form erst seit Herbst letzten Jahres besteht, tagte jetzt per Videokonferenz.

Die Corona-Pandemie hat nicht nur Einfluss auf die Treffen der Gremien, sondern vielmehr auch auf die Möglichkeiten der Gestaltung der Gottesdienste. Seit zwei Wochen ist es grundsätzlich wieder möglich, Gottesdienste mit Gläubigen zusammen in den Pfarrkirchen zu feiern. Aber unter strengen Auflagen, die Staat und Bistumsleitung gemeinsam tragen. Sehr beschränkte Anzahl von Gottesdienstbesuchern, vorherige Anmeldung unter Nennung der Adressen, Maskenpflicht, kein gemeinsames Singen sind nur einige Beispiele für die Auflagen, die auf die Gottesdienstbesucher zu kommen.

„Sollen wir unter diesen Umständen überhaupt zu Gottesdiensten in den Pfarrkirchen zurückkehren? Und wenn ja – ab wann?“ Fragen, die sich die PGR-Mitglieder an ihren Laptops und Tabletts stellten. „Bekommen wir überhaupt die nötige Anzahl von Ordnern zusammen?“, lautete eine weitere Frage, die es zu klären galt.

Es wurde schnell klar, dass die Gotteshäuser in Münster und Eppertshausen unterschiedlich gestaltet sind und mit der Pandemiesituation unterschiedlich umgehen müssen. Bischof Peter Kohlgraf und mit ihm die Bistumsleitung hat die Öffnung der Gottesdienste in die Hände der örtlichen Gemeinden gelegt und die Pfarrgemeinderäte ausdrücklich zur Beteiligung an den Entscheidungen aufgefordert. Nach gründlicher Diskussion hat sich der PGR Eppertshausen-Münster entschlossen, Gottesdienste für Gläubige zu gestatten. Im Beisein von Pfarrer Bernhard Schüpke aus Münster beschloss das Laiengremium, frühestens Pfingsten mit Messfeiern mit Gläubigen zu beginnen. Wegen der unterschiedlichen Situationen in den Orten wurde sowohl die Entscheidung über Zeitpunkt als auch die Organisationsform in die Hände der jeweiligen Ortsräte gelegt.

Es war eine ungewöhnliche Sitzung des Pfarrgemeinderates, die aber in guter Atmosphäre diskussionsfreudig gestaltet werden konnte. PGR-Vorsitzende Sabina Kallendorf zeigte sich als gekonnte Videokonferenzleiterin. Einen besonderen Dank sprach das Gremium Daniel Kallendorf aus, der die technischen Voraussetzungen der Videokonferenz ermöglichte.

In Eppertshausen (Kreis Offenbach) sollen Eltern für die Corona-Notbetreuung in Kitas bezahlen.

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