Feier in der Bürgerhalle

Odenwaldklub Eppertshausen wird zum Jubiläum ausgezeichnet 

Die Laudation zur Eichendorff-Plakette hielt Ministerialrat Martin Küthe (links) vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Er überreichte Plakette sowie Urkunde an OWK-Vorsitzenden Norbert Anton.
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Die Laudation zur Eichendorff-Plakette hielt Ministerialrat Martin Küthe (links) vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Er überreichte Plakette sowie Urkunde an OWK-Vorsitzenden Norbert Anton.

Ganz im Zeichen seines 100-jährigen Bestehens stand am Samstag der Odenwälder Abend, den der Odenwaldklub (OWK) Eppertshausen in der Bürgerhalle veranstaltete.

Eppertshausen – Neben einem abwechslungsreichen Programm standen auch zahlreiche Ehrungen für langjährige und verdiente Mitglieder an. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden, Norbert Anton, „regnete“ es Ehrungen für viele Mitglieder (siehe Kasten).

Die für den Verein bedeutungsvollste Ehrung kam direkt vom Bundespräsidenten in Form der Eichendorff-Plakette. Nachdem sein Amtsvorgänger und Sangesfreund, Walter Scheel, „Hoch auf dem gelben Wagen“ in den Ruhestand gefahren war, übernahm Karl Carstens, ein leidenschaftlicher Anhänger des Wanderns, die Amtsgeschäfte des Bundespräsidenten und stiftete 1983 eine staatliche Auszeichnung für Gebirgs- und Wandervereine in der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist vornehmlich für Mitgliedsvereine des Verbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine und deren Untergliederungen, zu denen auch der OWK zählt, bestimmt. Es handelt sich dabei um eine nicht tragbare runde Porzellanplakette, welche einen Durchmesser von 16 Zentimetern hat. Die Plakette wurde nach dem Dichter Joseph von Eichendorff benannt, trägt auf der Vorderseite das Bildnis des Dichters und die Inschrift „Josef Freiherr von Eichendorff“. Die Rückseite ziert der umlaufende Text „Für Verdienste um Wandern, Heimat und Umwelt“, in der Mitte ist der Bundesadler platziert.

Überreicht wurden das edle Porzellan und die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gezeichnete Urkunde von Ministerialrat Martin Küthe vom Hessischen Umweltministerium. Zu Beginn seiner Laudatio entschuldigte der unter anderem auch fürs Forstwesen verantwortliche Beamte Ministerin und Staatssekretäre, die aufgrund anderer feierlicher Veranstaltungen zum Gedenken des 30-jährigen Mauerfalls leider nicht nach Eppertshausen kommen konnten. Er vergaß in seiner Würdigung keine der zahlreichen Aktivitäten des OWK Eppertshausen, der sich zur Aufgabe gemacht hat, das Wandern als Naturerfahrung zu pflegen und durch Anlage, Unterhaltung und Markierung von Wanderwegen für jeden zu erleichtern, für den Erhalt unserer Umwelt durch das Engagement im Landschafts- und Naturschutz einzutreten, sowie regionales Brauchtum und Heimatkunde zu fördern.

Nun, die freie Natur und die markierten Wanderwege konnte der Verein nicht in die Bürgerhalle tragen, sorgte aber durch ein abwechslungsreich gestaltetes Programm für beste Unterhaltung.

Das Mandolinenorchester eröffnete den musikalischen Reigen mit den für das Ensemble typischen Instrumenten und dem Lied der Vereinsgründer, „Die Zepp´lins-Leit“, das auch heute noch auf jeder Fahrt erklingt. Verschiedene Tanzgruppen, von ganz klein (Tanzmäuse) über „mittlere“ (Flinke Flitzer) zur Jugend (Gruppe Auxilium) brachten viel Schwung und Bewegung auf die Bühne. Die Volkstanzgruppe überzeugte diesmal nicht mit Trachten und Reigentanz, sondern mit flottem „Charleston“ in Kostümen der Zwanzigerjahre. Einen „Zwergen-Aufstand“ spielten dann vier Vereinsmitglieder, von denen jeder allerdings nur teilweise zu sehen war. Die Darbietung riss die Menschen im Saal von den Stühlen, so begeistert gingen alle mit der vom Band laufenden Musik und den von den Darstellern gezeigten Bewegungen mit.

Danach war der offizielle Teil der Veranstaltung beendet. An der Bar lud der Gesangverein „Germania Eppertshausen“ mit Getränken und Musik von DJ Klaus zum Verweilen bis spät in die Nacht ein.

VON PETER PANKNIN

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