Park 45

Maschinenbau-Firma zieht mit 100 Jobs nach Eppertshausen: Bald wird gebaut

Der Bauantrag ist gestellt, das Bauschild steht, die Wiese an der Einstein-Straße ist dem Erdboden gleich gemacht worden: Im „Park 45“ kündigt sich nun auch weithin sichtbar der Zuzug von Günther Maschinenbau an. Mit dem Unternehmen wechseln 100 Arbeitsplätze von Dieburg nach Eppertshausen.
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Der Bauantrag ist gestellt, das Bauschild steht, die Wiese an der Einstein-Straße ist dem Erdboden gleich gemacht worden: Im „Park  45“ kündigt sich nun auch weithin sichtbar der Zuzug von Günther Maschinenbau an. Mit dem Unternehmen wechseln 100 Arbeitsplätze von Dieburg nach Eppertshausen.

Die Eppertshäuser Gewerbegebiete, allen voran der „Park  45“ als neuestes und größtes, sind weitgehend bebaut.

Eppertshausen – An mehreren Stellen ist im „Park 45“ aber auch derzeit einiges im Fluss. Bewegung gibt es auf dem größten noch freien Grundstück an der Einstein-Straße sowie an der Hüttenstraße.

Auf dem mehr als 9 000 Quadratmeter großen Areal an der Einsteinstraße – direkt neben der Rettungswache und parallel zur B 45 – will das (noch in Dieburg ansässige) Maschinenbau-Unternehmen Günther seinen neuen Firmensitz errichten. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten 2019 beginnen und der Geschäftsbetrieb am neuen Domizil Anfang 2020 aufgenommen werden. Interne Umstrukturierungen hatten den Neubau-Prozess verlangsamt, im Winter hatte das Unternehmen gegenüber dem Eppertshäuser Rathaus aber angekündigt, im Laufe dieses Jahres mit dem Bau zu beginnen.

Dass den Worten Taten folgen, davon kann man sich seit Kurzem ein Bild vor Ort machen: Das Gelände, zuvor eine Wiese, ist mittlerweile für die ersten baulichen Schritte vorbereitet worden. Das Bauschild für die Produktionshalle mit Bürogebäude steht, auch eine Visualisierung ist darauf zu sehen. Demnach werden auf dem Gelände parallel zur Einstein-Straße die Parkplätze angelegt und dahinter der Gebäudekomplex. Er beinhaltet die Büros im vorderen Bereich und die höhere, direkt angebaute Produktionshalle dahinter.

Günther Maschinenbau: Zunächst werden 100 Arbeitsplätze von Dieburg nach Eppertshausen verlagert

Als Generalunternehmer für das Objekt, durch das Eppertshausen zunächst 100 aus Dieburg überwechselnde Arbeitsplätze gewinnt, fungiert Goldbeck Südwest aus Frankfurt. Günther stellt vor allem Maschinen zur Verarbeitung von Nahrungsmitteln her und exportiert weltweit. In Dieburg sitzt das Unternehmen seit 1983; ein kleiner Teil der Belegschaft soll dort zunächst auch nach dem Wechsel der meisten Mitarbeiter nach Eppertshausen bleiben. Der für die Gewerbesteuer-Erhebung relevante Firmensitz wird aber nach Eppertshausen verlegt.

Neu bebaut wird auch ein Eckgrundstück an der Hüttenstraße, die den „Park 45“ im Süden begrenzt. Dort entsteht eine Halle für den Kfz-Servicepoint Hilling. „Das Unternehmen zieht aus dem Gewerbegebiet Ost dorthin um“, berichtet Eppertshausen Bürgermeister Carsten Helfmann über die „Binnenwanderung“ des örtlichen Unternehmens. Am bisherigen Standort, wo Hilling Mieter gewesen sei, wolle der Eigentümer das Objekt für eine neue gewerbliche Nutzung umbauen.

40 Jobs wandern von Rodgau nach Eppertshausen in den Park 45

Von außen hingegen – aus Nieder-Roden – kommt die Gessler Service GmbH in den „Park 45“. Am nördlichsten Zipfel des Gewerbegebiets sind die neue Firmenzentrale und das ebenfalls neu angelegte Lager als Erstes sichtbar für alle, die das Gebiet aus Richtung Urberach von der andienenden B  45 ansteuern. Die Gebäude sind fertig, noch ist der Umzug der 40 Mitarbeiter der Gessler Service GmbH (nicht zu verwechseln mit der 100 Mitarbeiter großen, in Nieder-Roden bleibenden Gessler GmbH derselben Unternehmerfamilie) aber nicht vollzogen. Die Gessler Service GmbH verdient ihr Geld mit der Wartung, Inbetriebnahme und Montage der Notlicht-Systeme, die wiederum die Gessler GmbH produziert. Batteriesysteme und Leuchtentechnik werden von Nieder-Roden und künftig auch Eppertshausen etwa in Einkaufszentren, Hotels, Wolkenkratzer und Industrieanlagen gebracht und installiert, um dort die Sicherheit zu erhöhen.

Noch nichts Neues gibt es derweil aus der direkten Nachbarschaft des Gessler-Neubaus: An der Röntgenstraße, gegenüber der Müller Umweltdienst GmbH, war schon vor längerer Zeit ein Rohbau für eine Gebäudetechnik-Firma aus Messel errichtet worden, die Helfmann zufolge aber insolvent gegangen und nicht der lange erhoffte Gewerbe-Zugang für Eppertshausen geworden ist. Der Insolvenzverwalter hat einen Makler mit dem Verkauf des Objekts beauftragt. Laut Bürgermeister Helfmann hat das Objekt noch keinen neuen Eigentümer gefunden. (Jens Dörr)

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