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Trommelzauber zum 60. Geburtstag der Stephan-Gruber-Schule

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Von: Thomas Meier

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Der Trommelzauber ließ keinen unberührt.Schnell schafften es die Kinder, alle Besucher in der Bürgerhalle zum Mitmachen zu animieren. -  Fotos: Th. Meier
Der Trommelzauber ließ keinen unberührt. © Th. Meier

Eppertshausen -   Nicht nur stolz blickte die Stephan-Gruber-Schule auf ihre 60-jährige Geschichte zurück, sondern auch sehr musikalisch-ausgelassen: Am Freitagnachmittag stieg in der voll besetzten Bürgerhalle eine riesen Jubiläumsfeier mit vielen Gästen und ganz viel Getrommel. Von Thomas Meier

Die Kinder waren begeistert von ihrem trommelwirbelnden Geburtstagsgeschenk und gingen mit ganzen Einsatz mit.
Schnell schafften es die Kinder, alle Besucher in der Bürgerhalle zum Mitmachen zu animieren. © Th. Meier

Trommelzauber war das Stichwort zur großen Geburtstagsfeier, zu der neben Schülern und Lehrern freilich auch zahlreiche Ehemalige, Vertreter aus Politik und Kirchen sowie benachbarter und befreundeter Schulen kamen. Sie alle wurden freudig-lärmend empfangen von den 241 Schülern der Grundschule, denen die Schulleitung nebst Förderverein zum Ehrentag ein großes Geschenk machten: „Trommelzauber“ mit Amadou. Der Animateur aus Afrika kam mit vielen Trommeln – für jedes Kind gab es ein Instrument – und noch viel mehr abenteuerlich-musikalischen Ideen. Schon am Morgen bereiteten sich die Kinder mit dem Vortrommler und seinem Team auf die bunte Fete vor. Und dass er es schaffte, ein unvergessliches Gemeinschaftsgefühl, das soziale und kulturelle Grenzen überwindet, zu erzeugen, davon konnten sich die Gäste schnell überzeugen. Sie ließen sich gar gern mitnehmen auf die „Reise ins Trommelzauberdorf Tamborena“.

Vier Kinder führten durchs kurzweilige Programm, wobei sie auch etwas über die Geschichte der Schule vermittelten. Die war zuvor einmal in der Schulstraße, doch reichte dort schnell der Platz nicht mehr und es musste 1958 ein neues Schulhaus in der Waldstraße gebaut werden. „Dafür sorgte der damalige Bürgermeister Stephan Gruber und deshalb ist die Schule nach ihm benannt worden“, informierten die Schüler, die per Beamer auch alte Schwarzweiß-Bilder vom Ursprung zeigten.

Die Schule war zunächst Grund- und Hauptschule, einige Jahre später wurde die Förderstufe und dann ein Realschulzweig eingeführt. Bis zur zehnten Klasse konnte man damals in Eppertshausen in die Schule gehen.

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Die Kinder waren begeistert von ihrem trommelwirbelnden Geburtstagsgeschenk und gingen mit ganzen Einsatz mit. © Th. Meier

Weil die Gemeinde schnell wuchs und es immer mehr Kinder gab, musste auch alle paar Jahre angebaut und vergrößert werden. Letzte große Veränderung war, dass die SGS im Schuljahr 2007/2008 zu einer reinen Grundschule wurde. In die leeren Gebäude der Abgänger zog damals die Mira-Lobe-Schule ein, die freilich auch einen kompletten Neubau hinzu bekam.

In zwölf Klassen werden die Schüler derzeit unterrichtet, und dem Bekunden der jungen Moderatoren zufolge fühlen sie sich „hier richtig wohl, denn die Atmosphäre an unserer Schule ist freundlich, familiär und respektvoll“.

Schulleiterin Marion Lehr freute sich sehr über die große Besucherschar, erkannte sie doch im Interesse auch die Wertschätzung und Verbundenheit zur SGS: „Der Erfolg einer Schule steht in engem Zusammenhang mit der pädagogischen Arbeit und der Menschen, die die Schule begleiten und unterstützen“, sagte Lehr. Schule sei somit ein lernendes System, das sich ständig verändere. Und in den letzten 60 Jahren sei eben auch einiges passiert.

Die Schule setze sich engagiert für ihre Kinder ein, und dies in einer positiven Lernumgebung mit einem guten Raumangebot, in der sich die gesamte Schulgemeinde wohl fühle und einander mit Respekt und Achtsamkeit behandle. Gern betonte die Rektorin, das die SGS stets wichtiges Teil des Orts- und Vereinslebens ist: „Kooperationen und Offenheit sind grundlegend für unsere Arbeit.“

Die Elternbeiratsvorsitzende Cornelia Stoll und der Vorsitzende des Fördervereins, Thomas Gerhold, sahen dies ebenso und waren in ihren Glückwünschen voll des Lobes über das gute Schulklima. Von der Mira-Lobe-Schule gratulierte deren Leiterin Jutta Meier. Und Bürgermeister Carsten Helfmann outete sich nicht nur als ehemaliger Schüler, der gar heute noch ein Kind in der SGS habe, sondern auch noch ganz viel mit der aus Eppertshausen nicht wegzudenkenden Institution zu tun habe. Er intonierte zum Festende schließlich mit den Kindern, den Lehrern und dem ganzen Saal Eppertshausens Hymne, das Lied vom Settchen.

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