Strenge Hygienevorschriften

Eppertshausen und Corona: Gemeinde öffnet Sportanlagen für Vereine

Seit Monaten geschlossen: Das Sportzentrum Eppertshausens wird am Montag wieder den Vereinen zur Verfügung stehen. Fotos: Th. Meier

Lichtblick für die in Coronazeiten arg gebeutelten Sportvereine Eppertshausens: Der Sportbetrieb in den kommunalen Liegenschaften der Gemeinde ist ab kommendem Montag, 18. Mai, wieder möglich. 

Eppertshausen - Der Sport in der Bürgerhalle ab Mittwoch, 20. Mai, da tags zuvor noch eine Sitzung der Gemeindevertreter darin stattfinden soll. Dies geht aus einem Schreiben von Bürgermeister Carsten Helfmann hervor. Im Gespräch mit unserer Zeitung weist er indes nochmals auf die strengen Hygienebedingungen hin, die mit der Öffnung einhergehen und über deren Einhaltung gewacht werden soll.

Die Bürgermeister haben gemeinsam mit dem Landrat und dem Gesundheitsamt eine einheitliche Vorgehensweise für alle kommunalen Liegenschaften abgestimmt. Gemäß der Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie ist der Sportbetrieb geregelt. 

„Voraussetzung für die Nutzung der kommunalen Liegenschaften, also unserem Sportzentrum, der dazugehörigen Sporthalle, dem Haus der Vereine und der Bürgerhalle, ist die individuelle Erstellung eines Hygienekonzeptes gemäß Empfehlung des Robert-Koch-Instituts“, erklärt Helfmann. Ein Verein habe sich bereits mit einem individuellen Hygienekonzept in der Verwaltung gemeldet, hier wurden weitere Nachbesserungen verlangt, die es noch zu erfüllen gelte.

Der Gemeinde obliegt die Genehmigung und sie rechnet damit, noch in dieser Woche die verbindlichen Konzepte von den sporttreibenden Vereinen – rund ein halbes Dutzend – vorgelegt zu bekommen. Nach Prüfung in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und Freigabe der Gemeinde können dann die jeweiligen Mannschaften oder Gruppen bis auf Widerruf die kommunalen Sportstätten eingeschränkt nutzen. „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, eine mögliche Infektionswelle in unserer Gemeinde trotz kontaktlosem Vereinsbetrieb zu vermeiden“, macht Helfmann aufmerksam. 

Um dies zu erreichen, müssen alle Vereinsmitglieder das individuell erstellte Konzept umsetzen. Sollte auch nur eine Gruppe oder Sparte eines Vereins dagegen verstoßen, sei „die Gemeinde verpflichtet, gemäß dem Infektionsschutzgesetz das Konzept zu widerrufen und somit dem gesamten Verein die eingeschränkte Nutzung aller kommunalen Liegenschaften zu versagen“. Es werde in diesem offiziellen Verfahren keine Verwarnungen geben können.

Helfmann mahnt die Vereinsverantwortlichen an, bei ihrem Hygienekonzept darauf zu achten, dass der Trainings- und Wettkampfbetrieb nur kontaktfrei ausgeübt werden darf und auch hier weiterhin der Mindestabstand von 1,5 Metern gilt. Benutzte Sportgeräte müssen nach Gebrauch desinfiziert werden, Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume sowie die Gemeinschaftsräumlichkeiten – ausgenommen Toiletten – bleiben geschlossen. Zuschauer sind nicht gestattet.

VON THOMAS MEIER

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