Corona

Kolpingsfamilie macht Ferienspiele im Kleinformat

Das Gemeinschaftswerk: Viele Stoffquadrate ergeben ein Patchwork-Banner.
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Das Gemeinschaftswerk: Viele Stoffquadrate ergeben ein Patchwork-Banner.

„Mit Angeboten für Kinder und Jugendliche gehen Kommunen, aber auch Gruppen und Vereine in diesen vom Corona-Virus beeinträchtigten Sommerferien unterschiedlich um. Von der Komplettabsage bis zur weitgehenden Durchführung des Geplanten reicht die Bandbreite.

Eppertshausen – Die Kolpingsfamilie Eppertshausen hat ihr Programm in der ersten Ferienwoche durchgezogen: „Für uns war klar, dass wir es auf jeden Fall machen wollten“, sagte während des Ereignisses im Pfarrgarten der katholischen Kirchengemeinde St. Sebastian Carola Göbel-Weber. Göbel-Weber war eine von mehr als zehn Personen, die die Kolpingsfamilie aufbot, um zumindest einem Teil des Eppertshäuser Nachwuchs etwas Kurzweil und Feriennormalität im Ort zu bieten und dabei zu betreuen. Fünf Tage lang war Programm, für jeden einzelnen Tag konnten Eltern die Teilnahme ihrer Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren buchen. Bei maximal 15 Teilnehmer pro Tag hatte die Kolpingsfamilie die Grenze gezogen, um bei ihren Ferienspielen die wichtigsten Abstands- und Hygieneregeln effektiv einhalten und kontrollieren zu können. Zwischen acht Kindern und der maximalen Auslastung von 15 bewegte sich der Zuspruch an den einzelnen Tagen.

Bei den Ferienspielen der Kolpingsfamilie Eppertshausen bemalen Mädchen Stoffquadrate (links), die später zu einem Gesamtwerk (unten) vernäht wurden. Die Jungs betätigten sich handwerklich-kreativ an Ytong-Steinen.

Besonders hoch im Kurs standen nach den Anmeldezahlen die Abendangebote mit Lagerfeuer und Filmvorführung im Pfarrgarten. Aber auch beim Besuch unserer Zeitung, als sich Jungs wie Mädels handwerklich-kreativ beim Behauen von Ytong-Steinen oder Bemalen von Stofffetzen – die später zu einem Plakat vernäht wurden – betätigten, war das gute Dutzend Teilnehmer erreicht.

Normalerweise bietet die Eppertshäuser Kolpingsfamilie in den Sommerferien eine Kinderfreizeit an, „Wegfahren ging in diesem Jahr aber nicht“, berichtete Göbel-Weber. Was auch für Exkursionen in der Region, bei denen man die öffentlichen Verkehrsmittel hätte nutzen müssen, so entschieden wurde. Trotzdem ging’s auch mal aus dem Pfarrgarten raus, vergangenen Mittwoch etwa bei einer Fahrradtour ans Münsterer Freizeitzentrum.

Auch bei der Stärkung zwischendurch beschritten die Kolpinger – deren Angebot allen Kindern und Jugendlichen aus Eppertshausen offenstand – neue Wege: „Wir hätten zwar Helfer gehabt, die für die Kinder gekocht hätten“, sagte Göbel-Weber. Sicherheitshalber schwenkte man diesmal aber auf mitgebrachte Lunchpakete um.

Von Jens Dörr

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