Vom sozialen Wohnungsbau der Gemeinde bis zum Bürgerhallen-Imbiss

Grenzgang zur Sparbeleuchtung

Der Grenzgang in Eppertshausen mit etwa 70 Teilnehmern startete am Neubauprojekt in der Mozartstraße. Fotos: zeta

Eppertshausen – Der erste Advent ist traditionell der Tag, an dem die Gemeinde zum Grenzgang einlädt.

Etwa 70 Teilnehmer waren zum Treffpunkt in der Mozartstraße gekommen, um von dort aus mit Parlamentschef Stephan Brockmann und Bürgermeister Carsten Helfmann durch die Gemarkung zu wandern.

Grenzgänge sind aber nicht nur ein geselliges Ereignis, bei dem man gemeinsam spazieren geht. Vielmehr dienen sie auch der Information. Bürgern bieten die Wanderungen Gelegenheit, sich über verschiedene Themen im Ort zu informieren, Fragen zu stellen und sich aktuelle und anstehende Projekte anzusehen. Das Haus in der Mozartstraße ist solch ein Projekt.

14 Wohnungen entstehen dort. Der Rohbau ist bereits fertiggestellt, das Richtfest gefeiert. Obwohl die Kosten mit derzeit gut 2,2 Millionen Euro deutlich über den ursprünglich kalkulierten 1,8 Millionen Euro liegen, soll die Kaltmiete bei 7,05 Euro pro Quadratmeter bleiben. Denn die Idee hinter dem Bau des Gebäudes war von Anfang an eine günstige Miete, die die Lage auf dem äußerst angespannten Wohnungsmarkt entschärfen soll. 2020 sollen die ersten Mieter in das Haus in der Mozartstraße einziehen können.

Auf den privaten Immobilienmarkt darf man da offenbar nicht hoffen. Bürgermeister Carsten Helfmann berichtete, dass für privat veräußerte Grundstücke im Neubaugebiet „Am Abteiwald“ Preise aufgerufen werden, die weit über dem Bodenrichtwert liegen. Auch Bestandsimmobilien seien unter 500 000 Euro kaum mehr zu haben.

Mit dem Wohnen untrennbar verbunden ist inzwischen die digitale Infrastruktur. Nachdem sich 40 Prozent der Eppertshäuser für einen Hausanschluss an das Glasfasernetz entschieden haben, startete das Unternehmen Deutsche Glasfaser nun mit den Arbeiten. Im Zuge der Kabelverlegung sollen in einigen Straßen zugleich die Gehwege erneuert werden. Der Fuß- und Radweg, der die Gemeinden Eppertshausen und Münster verbindet, war ebenfalls Thema während des Grenzgangs, der die Teilnehmer zunächst Richtung Thomashütte durch den Gemeindeforst und dann entlang des südlichen Ortsrands zum Naturschutzgebiet „In den Stöcken“ führte.

Der Fuß- und Radweg wird seit einigen Wochen von speziellen Lampen flankiert, die nur dann leuchten, wenn Personen dort entlanggehen oder -fahren. Sensoren erkennen, ob es sich um Fußgänger handelt (dann gehen immer drei Lampen an und beleuchten den Weg mit einer Leistung von 70 Prozent) oder um einen Radfahrer. Da Radler schneller unterwegs sind, beleuchten immer fünf Lampen gleichzeitig den Weg mit 90 Prozent Leuchtleistung. 30 Sekunden, nachdem Fußgänger oder Radfahrer die Lampen passierten, gehen diese wieder aus.

Das Verfahren soll Energie sparen und Lichtverschmutzung vermeiden helfen. Am besten funktioniert beides in der Zeit von 23 bis 5 Uhr, denn dann bleiben die Lampen aus. An der Einmündung zum Naturschutzgebiet konnten vor allem die älteren Teilnehmer des Grenzgangs die Sitzbänke ausprobieren, die speziell für deren Bedürfnisse gebaut und angeschafft oder nachträglich modifiziert wurden, um einen besseren Sitzkomfort zu gewährleisten. 50 Seniorenbänke hat die Gemeinde aufstellen lassen und bei den bestehenden Bänken die Rückenlehnen erhöht. Einen hohen Sitzkomfort gab es auch beim abschließenden Imbiss in der Bürgerhalle.  zeta

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