Erste Schritte zum neuen Kunstrasen

Heißes Baggern zum TAV-Sport

+
Bye-bye, rote Erde! Anfang der Woche begann die Umwandlung der Hartplätze im Eppertshäuser Sportzentrum in einen großen Kunstrasen sowie zwei kleine Kunstrasen-Bolzplätze.

Eppertshausen - Das Sportzentrum ist Schauplatz ganz unterschiedlicher Aktivitäten: Zum einen punktet der TAV mit seinem Ferienspiel-Angebot bei zwei Dutzend Kindern und tut zugleich noch etwas für die Integration. Zum anderen unternimmt die durch den FV Eppertshausen und die Gemeinde beauftragte Baufirma die ersten Schritte hin zur Umwandlung der Hartplätze zu Kunstrasen-Spielfeldern.

Das Kunstrasen-Vorhaben von FVE und Gemeinde sollte ursprünglich Anfang Juli begonnen werden. Tatsächlich ging es diese Woche los im Sportzentrum, personell seitens der Baufirma zunächst auf Sparflamme, mit nur einem baggernden Arbeiter. FVE-Helfer arbeiteten zudem am Grünschnitt auf der Nordseite des Großfelds. Auf dem sind auch erste Spuren der Umwandlung zu sehen: Auf einem Teil des Spielfelds wurde rote Erde abgetragen und aufgehäuft.

Zum Saisonstart am ersten August-Wochenende wird der Kunstrasen noch kein Thema sein, wird aber auch noch nicht benötigt, da man Spiele und Trainingseinheiten wegen der langen Tage ohne Flutlicht am Abend durchführen kann. Flutlicht gibt es im Sportzentrum nur am bisherigen Hart- und baldigen Kunstrasen-Platz. Im September soll alles fertig werden, auch die kleinen Spielfelder an der Vereinsgaststätte.

Der syrische Sportlehrer Ziad Abdullah brachte sich am Dienstag erstmals für den TAV ins Ferienspiel-Angebot ein.

Der Turn- und Athletik-Verein dürfte eher selten zu den Nutzern der Kunstrasen-Plätze gehören. Für ihn ist die Halle im Sportzentrum von größerer Bedeutung. Die nutzte der TAV nun für sein Ferienspiel-Angebot: morgens Ballspiele und Trampolinturnen drinnen, nachmittags Wasserspiele draußen. Vier Betreuer kümmerten sich dabei um 23 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren. Hinzu kamen zwei Frauen, die für die Verpflegung unter anderem mit Fleischkäse- und Käsebrötchen sowie erfrischenden Karotten- und Gurkenstückchen sorgten.

Wie Ellen Dotterweich, Jugendwartin des TAV, erläuterte, unternimmt der Verein mit dem Sportangebot auch etwas für die Integration: Als Trainer fungiert etwa der nach Deutschland geflüchtete Syrer Ziad Abdullah. „Er hat in Syrien als Sportlehrer gearbeitet“, so Dotterweich. Zu den Ferienspielen bringt er sich erstmals in den Verein ein, der etwa in seiner Leichtathletik-Abteilung schon einen iranischen Coach hat.

Vom Stadion zur Arena: So hießen Fußballtempel früher

Ebenfalls noch in den Ferien fährt der TAV mit neun Kindern sowie drei Kindern von Asylbewerbern in den Frankfurter Zoo. Näher kommen werden sich die „Alt- und Neu-Eppertshäuser“ auch im August, wenn der TAV eine Freizeit in Ernsthofen veranstaltet. Dann fahren 29 Eppertshäuser und elf Kinder von Flüchtlingen gemeinsam in den Odenwald. (jd)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare