Kolpingsfamilie Eppertshausen feiert

60 Jahre stets am Puls der Zeit

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Pfarrer Harald-Christian Röper zeigt sich zufrieden mit „seiner“ Kolpingfamilie in Eppertshausen und bezeichnet sie als „solide Stütze für den Pfarrer“.

Eppertshausen - Die Kolpingsfamilie Eppertshausen feiert 60jähriges Bestehen. Wie es sich für so einen Anlass gebührt, ist das Jahr gefüllt mit vielen Veranstaltungen und Festen. Einige liegen schon in der Vergangenheit, andere stehen noch bevor. Von Peter Panknin 

Die sehr engagierte Familie steht indes stets ganz im hier und jetzt. Und das kommt auch der Kommune immer wieder zugute. Als nächste größere Veranstaltung steht, wie von der Kolpingfamilie im Ort schon seit langem immer vor wichtigen Wahlen praktiziert, eine Podiumsdiskussion in der Bürgerhalle mit den Direktkandidaten der Parteien des Wahlkreises im Terminkalender. Eingeladen sind für Donnerstag, 14. September, 19.30 Uhr in die Bürgerhalle Astrid Mannes (CDU), Christel Sprößler (SPD), Daniela Wagner (Bündnis 90/Die Grünen), Michael Friedrichs (Die Linke), Frank Karnbach ((AfD), und Nicolas Wallhäußer (FDP). Nachdem die Kandidaten die Eckpunkte ihres Wahlprogramms vorgestellt haben, können die in der Vergangenheit stets zahlreichen Gäste der Podiumsdiskussion ihre Fragen zur Bundespolitik direkt an die Politiker adressieren. „Wir wollen den Wählern helfen, sich ein Bild von den politischen Vorstellungen Kandidaten zu machen. Denn für das Kolpingwerk ist Generationengerechtigkeit eine Querschnittsaufgabe, die viele Politikfelder in unserer Gesellschaft betrifft“, erklärt der Vorsitzende der Kolpingsfamilie, Marcus Schledt.

In der Diskussion mit den Bundestagskandidaten soll es um folgende Politikbereiche gehen: Arbeitswelt und Soziales (Altersvorsorge, Arbeitswelt 4.0) Familienpolitik (Armutsrisiko Familie, Vereinbarkeit Familie und Beruf) Integration von Geflüchteten, Bildungspolitik (Bildungsverständnis, Freiräume für junge Menschen) und Europa (Aufbau eines solidarischen Europa, Institutionelle Reform). Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Jörn Müller, Vorstandsmitglied der Kolpingfamilie Eppertshausen.

Weniger politisch wird sich das traditionelle Stiftungsfest am Samstag, 4. November, in der Bürgerhalle geben. Zu Beginn der Veranstaltung findet ein Gottesdienst mit Diözesanpräses Hans-Joachim Wahl statt, gefolgt von Ehrungen der Jubilare. Ein geselliger Abend in der Bürgerhalle soll den Tag abschließen.

Die Kolpingfamilie wird von einem Vorstand geleitet, wie man es von anderen Vereinen her auch kennt. Zusätzlich gibt es neben Vorsitzendem und dessen Stellvertreter auch einen Präses im Vorstand. Er ist der Repräsentant der katholischen Kirche und soll als geistliches Element auch darauf achten, dass sich die Gemeinschaft und Geselligkeit nicht ausschließlich in Weinproben, bierseligen Festen und umfangreicher Nahrungsaufnahme erschöpft.

Keine allzu schwere Aufgabe für Pfarrer Harald-Christian Röper, der das Amt des Präses der Kolpingsfamilie in Eppertshausen wahrnimmt. Er sieht in der örtlichen Gruppierung eine solide Stütze für sich als Pfarrer, die dabei hilft, das Christsein vorzuleben, indem sie sich für andere engagieren.

Im Gegensatz zu den Ereignissen im Jahr 1957, in dem es aus einer gewissen Unzufriedenheit mit dem katholischen Männerverein heraus zur Gründung der Kolpingsfamilie in Eppertshausen kam, gibt es heute keinen Anlass für irgendwelche Gründungen von Nachfolgeorganisationen. Das Problem der heutigen Gesellschaft ist vielmehr die schwindende Bereitschaft zum Gemeinsamen, zum „wir“. Diesem Trend steht die Kolpingfamilie Eppertshausen durch ihre vielfältigen und auch angenommenen gesellschaftlichen Aktivitäten erfolgreich entgegen.

Hoffentlich noch recht lange.

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