Einstimmig für CDU-Antrag votiert

Notfalldose bald in Eppertshäuser Kühlschränken

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CDU-Fraktionsvorsitzender Ewald Gillner – hier mit Muster-Rettungsdosen – freut sich, dass die Idee in Eppertshausen so gut ankommt. Jetzt muss noch ein Liefer-Engpass überwunden werden.

Eppertshausen - Im Notfall muss es schnell gehen. Dank einer Rettungsdose haben Ersthelfer sofort Zugriff auf alle wichtigen Patienteninformationen. Solche Behälter sollen per Beschluss der Gemeindevertretung schon bald kostenfrei im Rathaus erhältlich sein. Von Thomas Meier 

Ein entsprechender CDU-Antrag wurde nun einstimmig verabschiedet. „Eine gute Idee ,made in Hanau’ erobert inzwischen Deutschland,“ war in unserer Zeitung vor einem Jahr zu lesen. Und die unglaubliche Erfolgsgeschichte ist noch älter: Im November 2014 hatte der Lions Club Hanau Schloss Philippsruhe sein Projekt „SOS – Rettung aus der Dose“ in Kooperation mit dem Seniorenbüro der Stadt Hanau vorgestellt. Jetzt schwappt die Welle nach Eppertshausen über, dank eines Antrages der CDU.

Wenn es im Notfall schnell gehen muss, spielen Informationen wie Name, Adresse, die nächsten Angehörigen, der Hausarzt, aber auch Erkrankungen oder Allergien und Unverträglichkeiten sowie der Hinweis auf eine Patientenverfügung eine zentrale Rolle. Aber was, wenn der Mensch, der in Not geraten ist, alleine lebt und sich nicht mehr selbst äußern kann? Für diesen Fall sind die Rettungsdosen gedacht.

Der Urheber der Rettungsdosen ist der Lions Club Hanau, der die Idee aus England importiert und sich die Rechte daran gesichert hat. Das Konzept der Rettungsdosen ist einfach. Sie enthalten ein Datenblatt, auf dem die lebenswichtigen Informationen eingetragen werden können.

Die Dosen werden dann in der Innenseite der Kühlschranktür aufbewahrt. Das mag zunächst seltsam erscheinen, aber Kühlschränke stehen fast immer an einem zentralen Ort, und Ersthelfer müssen nicht in jeder Wohnung erst lange suchen. Ein roter Aufkleber am Kühlschrank und einer an der Innenseite der Wohnungstür weisen den Rettungsdienst darauf hin, dass es im Haushalt eine solche Dose gibt.

SOS vom Smartphone: Das Mobiltelefon als Nothelfer

Diese gewichtigen Argumente führte die CDU in ihrem Antrag an, der vorsieht, 500 solcher Rettungsdosen bei den Hanauer Lions anzuschaffen und die an interessierte Bewohner im Ort kostenfrei abzugeben. CDU-Fraktionschef Ewald Gillner sagt: „Neben einer kostenlosen Ausgabe im Rathaus könnte die Dose als zusätzliches Geschenk an alle über 80-jährigen Eppertshäuser verteilt werden.“

Dem schloss sich die Gemeindevertretung am Mittwochabend einmütig an.

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