Nun fehlen nur noch die Fahrradstellplätze

Knapp 670 000 Euro-Projekt eines Parkplatzes an Eppertshäuser Hauptstraße fast fertig

Bald soll es auf dem Parkplatz an der Eppertshäuser Hauptstraße 67 Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geben.
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Bald soll es auf dem Parkplatz an der Eppertshäuser Hauptstraße 67 Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geben.

Die Geschichte des Parkplatzes in der Hauptstraße 67 ist lang. Nun steht sie kurz vor dem Abschluss. Im Juli 2017 erwarb die Gemeinde das Grundstück für 281 150 Euro. Der Abriss des einstigen Supermarkts, der lange leer stand und zusehends verfiel, erfolgte im Herbst 2018 und kostete knapp 132 000 Euro. Mit rund 256 000 Euro schlug die Herstellung des Parkplatzes zu Buche.

Eppertshausen – Die Maßnahme wurde mit 178 000 Euro Landesmittel gefördert. 22 Autostellplätze sind auf dem Gelände entstanden. Zwei von ihnen sind Menschen mit Behinderung vorbehalten. Zwei weitere Stellflächen sind für Elektro-Fahrzeuge reserviert, die an einer Ladesäule mit Strom aufgeladen werden können. Auf dem Areal sind einige kleinere Freiflächen begrünt worden. Sechs Bäume hat die Gemeinde dort pflanzen lassen. Im Zuge der Umgestaltung wurde die südliche Bushaltestelle neben den Parkplatz verlegt, barrierefrei ausgebaut und um ein beleuchtetes Wartehäuschen für ÖPNV-Nutzer erweitert.

Nun fehlen noch Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder, die von Anfang an mit eingeplant waren. Um die Anzahl, Lage und Größe der Fahrradplätze festzulegen, traf sich jetzt der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss vor Ort. Das Ergebnis nach eineinhalb Stunden: Es soll acht Fahrradboxen geben, davon zwei, die Platz für Lastenfahrräder bieten.

Der ursprüngliche Plan, in jeder Box einen Stromanschluss zu installieren, wurde mit der Begründung verworfen, dass die Nutzer ohnehin in Eppertshausen wohnten und die Akkus ihrer E-Bikes zu Hause aufladen würden. Mit dem Angebot wolle die Gemeinde vor allem Pendler ansprechen, die mit Fahrrad und Bus zur Arbeit oder zum Einkaufen in die umliegenden Kommunen fahren wollen.

Lademöglichkeiten für Fahrradakkus wird es in den Schließfächern eines Schranks geben, der nahe der Bushaltestelle installiert werden soll. Dort können Radfahrer ihre Helme und andere Dinge sicher unterbringen. Eine zentrale kostenpflichtige Ladestation wird für den Hähnchen- und den Fischwagen geben. Radfahrer sollen den Strom kostenlos abnehmen können, da die Investition in ein System zur Abrechnung mit rund 7 000 Euro für die Gemeinde ungleich teurer wäre. Sechs Fahrräder sollen entlang des Gehwegs sicher an stabilen Bügeln angeschlossen werden können.

Für die Maßnahme stehen 30 000 Euro im kommunalen Haushalt. Möglicherweise können Zuschüsse beantragt werden. Auch die Höhe der Boxenmiete muss noch festgelegt werden. Ein Vorbild könnte Dietzenbach sein. Die dort vor Kurzem installierten Fahrradboxen kosten pro Tag 2,50 Euro, die Miete für ein Jahr beträgt dort 120 Euro.

Nun bleibt nur noch die unverputzte Wand eines benachbarten Gebäudes. Nachdem der ehemalige Supermarkt abgebrochen worden war, wurde die Hauswand sichtbar. Zwar habe die Gemeinde den Eigentümer angeschrieben, sagte Bürgermeister Helfmann auf die Frage eines Bürgers. Man hoffe, dass über die Fördermöglichkeit des Landes, bei der entsprechende Arbeiten mit bis zu 60 Prozent bezuschusst werden, auch die unschöne Hausseite verputzt wird. (zeta)

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