CDU für erweiterten Taxi-Dienst

Fahrten von Eppertshausen-Mobil über Gemeindegrenzen hinweg

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Roswitha Eisele nimmt gern den Taxidienst Eppertshausen-Mobil – hier in der Schulstraße – in Anspruch. Und auch Fahrer Winfried Fischer begrüßt eine Erweiterung, wie von der Union beantragt: „Das ist für viele Bürger sehr sinnvoll.“

Eppertshausen - Wenn die Gemeindevertreter heute um 20 Uhr zur öffentlichen Sitzungen zusammenkommen, werden sie mit einem CDU-Antrag unter „soziale Angelegenheit“ konfrontiert, der den Haushalt belastet: Der Fahrdienst Eppertshausen-Mobil soll erweitert werden. Von Thomas Meier

Seit zehn Jahren haben die Bürger der Gemeinde bereits den Service, innerhalb der Gemeindegrenzen mit dem subventionierten Taxi zu fahren. Vorbild war ein Modell in Münster, das es vorher schon gab, in Dieburg läuft etwas Ähnliches unter dem Titel Anruf-Sammel-Taxi.

In Eppertshausen funktioniert das Ganze wie ein ganz gewöhnliches Taxi, und zwar für alle Bürger, gleich welchen Alters. Allerdings zahlen Menschen mit Behindertenausweis pro Fahrt nur einen Euro, alle anderen zwei Euro. Damit will die Gemeinde vor allem Senioren und Menschen mit Behinderung die Möglichkeit geben, innerorts mobil zu sein.

Diesen für die Bürger schon recht freundlichen innerörtlichen Dienst möchte die Union jetzt auch auf Fahrten außerhalb Eppertshausens ausweiten, um die Möglichkeit einer Fahrt etwa zu Fachärzten nach Dieburg, Groß-Umstadt oder auch Darmstadt zu erweitern, wie Ewald Gillner auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt: „Der Fahrdienst Eppertshausen-Mobil hat grundsätzlich zum Ziel, älteren oder aber bewegungseingeschränkten Einwohnern Mobilität innerhalb der Gemeinde zu ermöglichen. Die Erfahrung zeigt, dass häufiger Fahrten zu Fachärzten notwendig sind, die am Ort nicht verfügbar sind.“ Die Erweiterung des Angebotes, Fahrten aus Eppertshausen zu Fachärzten, die außerhalb ihre Praxen haben, mit fünf Euro pro Fahrt zu bezuschussen, erleichtere es der Klientel, ihre notwendige ärztliche Versorgung in Anspruch zu nehmen.

Im aktuellen Haushalt stehen 10.000 Euro für den kommunalen Fahrdienst bereit. 2017 wurden beim bisherigen Leistungsangebot lediglich 4.000 Euro an Mitteln benötigt. „Somit ist genügend Spielraum zur Finanzierung dieser erweiterten freiwilligen Leistung vorhanden“, begründet Gillner den Antrag.

Strahlende Besucher auf der Kerb in Eppertshausen: Bilder

Arsalam Ahmad, der vor zwei Jahren den Taxidienst Strubel übernahm, begrüßt freilich den Unionsvorstoß, denn auswärtige Fahrten erhöhten freilich auch den Umsatz. Generell komme der kommunale Fahrdienst sehr gut bei der Bevölkerung an. Besser als beispielsweise bei den Nachbarn in Münster, die nur ein zeitlich begrenztes Angebot habe. In Eppertshausen könnten die Einwohner den bezuschussten Service von 6 bis 20 Uhr nutzen, in Münster gebe es eine dreistündige Mittagspause.

Und die Erweiterung des Dienstes ist in den Augen Ahmads sehr sinnvoll: „Es gibt hier definitiv viele Menschen, die nicht stabil sind. Es hilft vor allem alten Damen, die nicht mehr gut laufen können. Eine reguläre Fahrt zum Lebensmitteleinkauf in den Park 45 kostet aus manchen Ecken Eppertshausens beispielsweise rund 18 Euro hin und zurück. Das können sich nicht alle leisten.“

Stimmt wohl, denn bis zu vier Personen können derzeit ein Taxi anfordern, was zwei Euro kostet, ermäßigt gar nur die Hälfte, also ein Euro für Inhaber der Seniorencard A oder S sowie Inhaber eines Schwerbehindertenausweises. Um in den Genuss subventionierter Fahrt zu kommen, muss nur 30 Minuten vor der gewünschten Abfahrtszeit beim Taxidienst unter 06071 38888 angerufen werden, der Zustieg erfolgt dann an einem beliebigen Ort in Eppertshausen und endet – derzeit noch – dann auch wieder an einer Adresse in der Gemeinde.

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