Verschoben, noch nicht abgesagt

Verwirrspiel um US-Car-Treffen geht weiter: Es soll nun im Sommer steigen

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Die Thomashütte und ihr US-Car-Treffen zeigen sich derzeit in desolatem Zustand. Das stolze Plakat vergangener Show fristet hinterm Brennesselunkraut und Gerümpel am Eingang der Erlebnisgastronomie ein eher trauriges Dasein.

 Das „6. US-Car-Treffen wird in den Sommer verschoben“, überschreibt Thomashütten-Pächter Alexander Ramien eine Nachricht, die er am späten Mittwochabend an unsere Zeitung übermittelte und auf Facebook stellte.

Eppertshausen – Auch bemühe er sich, bereits über Pfingsten die Bewirtschaftung seiner Erlebnisgastronomie zu gewährleisten. Zumindest letzteres ist aussichtslos: Es kann und wird so kurzfristig keine Schanklizenz ausgestellt werden.

„Die zur Zeit mit Hochdruck laufenden Bemühungen um die Bewilligung der Schanklizenz eines neuen Lizenzbesitzers werden bis zum Pfingstwochenende leider nicht abgeschlossen sein können,“ schreibt Ramien. Seit Mittwoch, Spätnachmittag, stehe fest, dass das US- Car-Treffen nicht veranstaltet werden könne. Die nötigen Verfahrensschritte für einen neuen Schankbetrieb durch einen neuen Lizenzinhaber bedürften noch einiger Prüfungen. Ziel sei es, den dann neu geordneten Schankbetrieb „zeitnah zu ermöglichen“.

Seine Sichtweise der Dinge: „Momentan erfolgen zudem intensive Beratungen mit der Gemeinde, wie schon am bevorstehenden Pfingstwochenende – ohne die US-Car-Show, aber eventuell mit der geplanten Live-Musik – vielleicht doch schon ein alternativer Betrieb ermöglicht werden könnte.“ Bürgermeister Carsten Helfmann stellt hingegen klar: Am Mittwochnachmittag habe eine Privatperson nach einer Schanklizenz für die Thomashütte nachgefragt. Doch die habe eine Anzeigefrist von vier Wochen, sei also bis zum Pfingstwochenende unmöglich zu bewerkstelligen. Schließlich müssten ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt, das Veterinäramt informiert und bestimmte weitere Überprüfungen veranlasst werden. In mehreren Gesprächen in den Vorjahren sei dem Hütten-Betreiber das Prozedere für Großveranstaltungen wie US-Car-Treffen erläutert worden. Beispielsweise auch, dass die naturschutzrechtliche Genehmigung für solche Spektakel in unmittelbarer Nähe eines Naturschutzgebietes und innerhalb der gesetzlichen Brut- und Setzzeit bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises eingeholt werden müssten. Bislang sei dies auch für die geplante Pfingstveranstaltung nicht geschehen. Die Vorlaufzeit für eine solche Genehmigung liegt laut Behörden bei acht bis zwölf Wochen. „Und das haben Kreis und Gemeinde Herrn Ramien in den Vorjahren so erläutert“, sagt Helfmann. Er erklärt, keinesfalls gegen solche Veranstaltungen zu sein, nur müssten sich alle Beteiligten auch an bestehende Regeln und Gesetze halten.

VON THOMAS MEIER

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