Helau auf Röpers Pünktlichkeit

+
Mit Grease sorgen die FVCA-Funny-Dancers für Schwung auf der Bühne.

Eppertshausen - „In der Mehrzweckhalle war der Aufbau Routine, doch statt Schraube’ und Nägel gibt es hier nur noch Schiene“, begrüßte Sitzungspräsident Jörg Helfmann am Wochenende die insgesamt etwa 900 Besucher auf den beiden FVCA-Sitzungen in Eppertshausen. Von Jasmin Frank

Viel Planung und Organisation hatte der Fußballverein mit seinen 170 Mitwirkenden in den Ablauf in der neuen Bürgerhalle gesteckt, und die Mühe hatte sich gelohnt: Die närrischen Veranstaltungen kamen beim Publikum bestens an und der reibungslose Ablauf sorgte für eine tolle Stimmung.

Dazu gehörte auch die Segnung der Halle durch Gott Jokus, dargestellt von Willi Trux, der augenzwinkernd meinte: „Und wenn der Hausmeister noch so schennt, wir schlagen Nägel in die Wänd’!“.

Der Reigen der Redner wurde wie auf jeder traditionsreichen Eppertshäuser Fastnachtsveranstaltung vom Bosse-Hans, alias Hans Müller, eröffnet, der gekonnt witzig und auch gerne ein wenig bissig von den Geschehnissen in der kleinen Gemeinde und der großen weiten Welt berichtete. Dabei ließ er auch die Politik nicht aus. So bekam auch die FDP ihr Fett weg, denn Müller wetterte: „Drei Prozent werden für die noch prognostiziert, man sagt dazu auch abserviert, die FDP heute - mit diesem Kopf - ist für Deutschland so unnötig wie ein Kropf!“

Eine gelungene Show

Elferrat und Garde im Einklang - Eppertshausen Helau.

Die FVCA-Funny-Dancers zeigten mit „Grease“, dass schon die jüngsten Tänzer der Carnevalsabteilung des Fußballvereins eine gelungene Show auf die Bühne bringen können, und auch die vereinseigene Garde ließ keine Wünsche offen. Getanzt wurde viel auf der abwechslungsreichen Sitzung: die FVCA-Showtanzgruppe glänzte ebenso wie das Damenballett. Und selbstverständlich schwangen auch die Herren der Schöpfung im Männerballett gekonnt das Tanzbein. Zahlreiche Reden strapazierten die Lachmuskeln der Besucher, so brillierte Peter Helfmann als Yousuf aus Ankara. Gekonnt fasste er mit starkem Akzent die Ereignisse in Eppertshausen zusammen und meinte zur Einweihung „seiner“ Bürgerhalle schmunzelnd: „Und was noch nie in diesem Ort geschah, Pfarrer Röper war mal pünktlich da!“

Nun hat die Bürgerhalle göttlichen Segen - Willi Trux war als Gott Jokus unterwegs.

Alle örtlichen Geschäfte und Gaststätten wurden von Yousuf erwähnt und bewertet, so lobte der orientalische Hausmeister vor allen Dingen das bunte internationale Treiben in Eppertshausen. Auch die Debatte über ein muslimisches Gräberfeld auf dem Waldfriedhof wurde von ihm aufgegriffen, so meinte er, dass Mekka oder Rom ihm ganz einerlei seien, aber eines sei ihm wichtig: „Ich tu schon bockig zicke, Hauptsache, ich muss nicht nach Münster blicke!“ Gleich zwei weitere Akteure holte Helfmann auf die Bühne: Irene Norton zeigte als Yousufs Ehefrau einen kleinen orientalischen Tanz und Werner Herrschaft kam als Eppertshäuser-Gemeinde-Security dazu.

Die närrischen Gäste hatten viel zu lachen

Die närrischen Gäste hatten viel zu lachen, denn zahlreiche Reden rundeten das Potpourri ab, so standen wieder Pfarrer Harald Christian Röper und Pfarrer Johannes Opfermann gemeinsam in der Bütt, und auch Lutz Murmann und Klaus Müller als Alma und Mariechen sowie Reiner Sperl und Jochen Ries fehlten nicht.

Als Einzelredner gab sich Willi Müller als „En arme Kerl“ aus, bevor die Los Crachos es mit ihren Stimmungsliedern im Saal richtig krachen ließen. Zu guter Letzt sorgte das fulminante Finale für einen gelungen Ausklang, der noch lange nicht das Ende der beiden Abende einläutete: An der Bar wurde noch kräftig weiter gefeiert.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare