In der Frankfurter Innenstadt

38-Jähriger soll mutwillig Frauen angefahren haben - Angeklagter schweigt

Frankfurt - Mutwillig soll ein Mann mit dem Auto in der Frankfurter Innenstadt auf Passantinnen losgefahren sein und alle vier Opfer erheblich verletzt haben.

Der 38-Jährige muss sich seit Dienstag vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Die Anklage lautet auf gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, gefährliche Körperverletzung und Unfallflucht. Die beiden Vorfälle ereigneten sich im Juni 2016 kurz hintereinander. Zunächst touchierte der Wagen zwei Touristinnen an einem Zebrastreifen, Minuten später wurden zwei weitere Frauen in der Nähe von dem Auto erfasst. Am ersten Verhandlungstag äußerte der Angeklagte sich weder zur Person noch zur Sache. "Muss ich überhaupt hier sein?", sagte er und deutete an, den Gerichtssaal verlassen zu wollen.

Die Strafkammer wollte mit dem Prozess bereits Anfang des Monats beginnen. Weil der Angeklagte jedoch nicht erschien, musste erst ein Haftbefehl gegen ihn erlassen werden. Bereits 2005 wurde er wegen tätlicher Übergriffe auf Passantinnen in Frankfurt dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht. Die nach fünf Jahren zur Bewährung ausgesetzte Unterbringung überstand er bis 2015 unbeanstandet. Erst nachdem die Bewährungszeit abgelaufen war, wurde er wieder auffällig und nahm offenbar auch seine Medikamente nicht mehr. Laut Staatsanwaltschaft mietete er am Tattag eine schwarze Limousine eigens für drei Stunden, um die Taten auszuüben.

Bilder zum Gibson-Prozess in Frankfurt

Ob der Angeklagte erneut untergebracht wird, hängt von dem Ergebnis eines psychiatrischen Gutachtens ab, das im Verlauf des Prozesses in das Verfahren eingeführt werden soll. Ein Urteil wird voraussichtlich erst im August verkündet werden. (dpa)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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