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Warnstreik am Flughafen Frankfurt: Bis zu drei Tage Ausfälle und Verzögerungen möglich

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Von: Florian Dörr

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Ein dreitägiger Warnstreik hat am Mittwoch am Flughafen Frankfurt begonnen. Frachtabfertiger haben die Arbeit niedergelegt.

Frankfurt - Am Flughafen Frankfurt hat am Mittwochmorgen (4. Mai) ein dreitägiger Warnstreik einer Tochter der Lufthansa Cargo begonnen. Um 6 Uhr legten Mitarbeiter der Frachtabfertigung Handling Counts die Arbeit nieder, um Druck in den Tarifverhandlungen zu machen, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi mitteilte. Handling Counts ist eine 100-prozentige Tochter der Lufthansa-Frachtsparte.

Der Ausstand habe keine Auswirkungen auf Passagiere am Flughafen Frankfurt. Im Bereich des Im- und Exports könne es aber zu Ausfällen und Verzögerungen kommen.

Maschinen der Lufthansa Cargo stehen auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens. Mitarbeiter der Flrachtabfertigung haben derweil die Arbeit niedergelegt. (Symbolbild)
Maschinen der Lufthansa Cargo stehen auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens. Mitarbeiter der Flrachtabfertigung haben derweil die Arbeit niedergelegt. (Symbolbild) © Arne Dedert/dpa

Flughafen Frankfurt: Warnstreik ohne Auswirkungen auf Passagiere

Verdi verhandelt nach eigenen Angaben seit Februar über einen Vergütungstarifvertrag. Insbesondere gehe es um eine Erhöhung der Löhne für die rund 200 Beschäftigten der Handling Counts. Gewerkschaftssekretär Uwe Schramm meint: „Im Oktober steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 12 Euro. Der Einstiegslohn muss einen Abstand dazu haben und bei mindestens 13 Euro beginnen.“ Es ist der zweite Streik innerhalb eines Monats.

Warnstreik am Flughafen Frankfurt: Unternehmen zahlt Prämie an jene, die sich nicht beteiligen

Verdi will damit Bewegung in die Tarifverhandlungen bringen, teilte die Gewerkschaft mit. Nach dem vorangegangenen 24-stündigen Streik am 6. April habe die Geschäftsführung darauf nicht am Verhandlungstisch reagiert, sondern eine Prämie von 100 Euro für diejenigen Beschäftigten ausgelobt, die sich nicht am Streik beteiligten, hieß es.

Verhandlungsführer Uwe Schramm meint dazu: „Damit schmückt sich die Lufthansa Cargo AG nicht. Obwohl sie weiterhin Millionen verdient, möchte man die Mitarbeiter mit gerade mal 30 Cent über dem Mindestlohn abspeisen.“ (dpa/fd)

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