Störender Vogelkot

Bäderbetriebe wollen Nilgänse draußen halten

Frankfurt - Wenn im Mai nach und nach die Frankfurter Freibäder öffnen, müssen die Mitarbeiter nicht nur die Badegäste, sondern auch die tierischen Besucher im Blick haben: Nilgänse haben in der vergangenen Saison die Wiesen so stark mit Kot verunreinigt, dass die Bäderbetriebe für das Brentanobad eine Abschussgenehmigung erwirkt haben.

Ob die Tiere im Frühjahr wiederkommen, "das muss man jetzt beobachten", sagte der Geschäftsführer der Frankfurter Bäderbetriebe, Frank Müller, der Deutschen Presse-Agentur. Über den Winter sei ein Pärchen immer wieder aufgetaucht. Wenn es mehr würden, müsse man reagieren: "Als Bäderbetriebe sind wir - im Gegensatz zu öffentlichen Parkanlagen - verpflichtet, sicherzustellen, dass auch Kinder das Bad ohne Gesundheitsgefahren nutzen können."

Zuerst werde man es mit "Vergrämung" versuchen, sagte Müller. Die Mitarbeiter sollen täglich die Zahl der Vögel zählen und nach Nestern suchen. Knallgeräusche - ob aus einer Schreckschusspistole oder vom knackenden Sprungbrett - sollen die Tiere aufschrecken. Schwarze Kunststoffstörche am Wasser und Jagdrufe aus den Lautsprechern sollen sie verunsichern. "Letztes Mittel ist dann wieder die Beantragung der Bejagung", sagte Müller. Wichtig sei auch, dass sich die Badegäste an das Fütter-Verbot halten, auf das Schilder im ganzen Bad hinweisen.

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Auch im Frankfurter Ostpark haben sich die Vögel derart breit gemacht, dass Menschen die Rasenfläche am Weiher kaum noch benutzen können. Und auch am Offenbacher Mainufer treten sie in Scharen auf. (dpa)

Rubriklistenbild: © dpa

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