Urteil am Frankfurter Landgericht

Blutige Auseinandersetzung vor Disko: Dreieinhalb Jahre Haft

Frankfurt - Nach einer blutigen Messerattacke auf einen Türsteher einer Frankfurter Diskothek ist ein Mann (31) am Dienstag vom Landgericht Frankfurt zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Zwei weitere Angeklagte, die das Opfer lediglich geschlagen und getreten hatten, erhielten Bewährungsstrafen von jeweils zwei Jahren. Beim Hauptangeklagten ging die Schwurgerichtskammer von versuchtem Totschlag, bei den übrigen Angeklagten von gefährlicher Körperverletzung aus. Die Auseinandersetzung hatte sich bereits im November 2012 vor dem Tanzlokal ereignet. Aus Ärger, von den Türstehern nicht eingelassen worden zu sein, versuchten die Männer, die Diskothek gewaltsam zu stürmen. Einer der Türsteher erhielt dabei mehrere Stiche in den Arm und den Kopf. In einem ersten Prozess waren noch alle drei Angeklagte lediglich wegen Körperverletzung zu niedrigen Strafen verurteilt worden.

Der Bundesgerichtshof monierte jedoch die unzureichende Überprüfung eines möglichen Tötungsvorsatzes und verwies die Sache an die Schwurgerichtskammer zurück. Strafmildernd bewertete das Gericht nun die Länge des Strafverfahrens. In Anbetracht dessen wäre besonders ein Gefängnisaufenthalt für die beiden Mitangeklagten "unverhältnismäßig". Die Staatsanwaltschaft hatte auch für sie Haftstrafen von jeweils zweieinhalb Jahren gefordert. (dpa)

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Bilder zum Gibson-Prozess in Frankfurt

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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