Anklage wegen heimtückischen Mordes

36-Jähriger soll schlafende, schwangere Ehefrau erstickt haben

Frankfurt - Anklage wegen heimtückischen Mordes hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen einen 36-Jährigen erhoben. Der aus Afghanistan stammende Mann soll im September vergangenen Jahres seine schlafende, schwangere Ehefrau in einem Übergangswohnheim im Frankfurter Stadtteil Bockenheim erstickt haben.

Das Gesicht seiner Frau soll der 36-Jährige mit aller Kraft gegen das Kopfkissen gedrückt haben, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag. Weil er laut Anklage bei der Tat auch vom Tod des 16 Wochen alten Fötus ausgegangen war, muss sich der Mann neben Mordes auch wegen Schwangerschaftsabbruchs verantworten.

Zwischen den beiden seit 2015 in Deutschland lebenden Eheleuten kam es laut Anklage immer wieder zu Spannungen. Besonders der Mann wollte sich aus der von Verwandten arrangierten Ehe lösen, wurde jedoch durch seinen Vater offenbar daran gehindert.

Zum Zeitpunkt der Tat schliefen auch die beiden vier und eineinhalb Jahre alten Kinder des Ehepaares im Bett der Frau. Kurze Zeit später erschien der Mann bei einer Nachbarin und verlangte nach einem Rettungswagen.

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Nach seiner Festnahme bestritt er die Tat. Er will die Frau bereits tot im Zimmer vorgefunden haben. Termine für den Prozess vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Frankfurt stehen nach Angaben Niesens noch nicht fest. (dpa)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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