Hartnäckige Gänse-Familie:

Brentano-Bad wartet auf Abschusserlaubnis für Nilgänse

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Nilgans im Freibad

Frankfurt - Die Frankfurter Bäderbetriebe warten weiter auf eine Abschussgenehmigung für Nilgänse im Brentano-Bad.

Über den Antrag sei noch nicht entschieden, sagte ein Sprecher des Ordnungsamts, wo die untere Jagdbehörde angesiedelt ist. Mit der Abschussgenehmigung wurde auch eine vorzeitige Aufhebung der Schonzeit beantragt. Normalerweise endet sie am 31. August.

Nachdem phasenweise mehr als zwei Dutzend Nilgänse das Bad bevölkert hatten, leben nach Angaben der Bäderbetriebe derzeit nur sechs Tiere in Frankfurts größtem Freibad: ein Elternpaar und vier Jungtiere. Im vergangenen Jahr hatte ein Jäger einige Nilgänse erschossen und damit andere vertrieben. Badegäste sorgen sich, dass der Kot der Tiere eine Gesundheitsgefahr darstellt. Auch die Erkrankung eines Zweijährigen vergangene Woche war mit Nilgänsen in Verbindung gebracht worden.

Für Magen-Darm-Infektionen gebe es viele mögliche Ursachen, sagte ein Experte für Infektionskrankheiten beim Gesundheitsamt. Ob die Erkrankung des Jungen mit seinem Besuch des Brentano-Bads zusammenhänge, "bleibt reine Mutmaßung". Generell gelte: "Kontakt mit Tierkot ist zu vermeiden." Der Geschäftsführer der Frankfurt Bäderbetriebe, Frank Müller, betonte, das Badewasser sei dank Chlor und Filtration gesundheitlich unbedenklich. Der Beckenrad, wo sich die Tiere meist aufhalten, werde mehrmals am Tag gereinigt. Die Liegewiesen würden regelmäßig abgesucht - es sei aber nicht möglich, sie vollständig frei von Kot zu halten, sagte Müller.

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In Wiesbaden sind der Stadtverwaltung bislang keine gesundheitlichen Probleme im Zusammenhang mit Nilgänsen gemeldet worden, wie das Ordnungsdezernat mitteilte. Ein gezielter Abschuss sei nicht erforderlich, denn die Tiere stellten keine langfristige Gefahr für andere Wasservogelarten dar. Allerdings handele es sich bei der Nilgans um "jagdbares Wild", das außerhalb der Schonzeit geschossen werden dürfe. Dies sei auch in Wiesbaden schon geschehen. In so einem Fall seien allerdings "die Hürden hoch", betonte ein Sprecher des Umweltamtes Wiesbaden. (dpa)

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