Amtsgericht Frankfurt

Busfahrer nach Unfall zu Geldstrafe verurteilt

Frankfurt - Wegen einer rabiaten Vollbremsung, bei der mehrere Fahrgäste in einem Frankfurter Linienbus verletzt wurden, hat das Amtsgericht Frankfurt einen Busfahrer zu 7200 Euro Geldstrafe (360 Tagessätze) und vier Wochen Fahrverbot verurteilt.

Das Gericht bestätigte gestern damit die Anklage, die auf gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr sowie vorsätzliche Körperverletzung lautete. Der 38-Jährige war im vergangenen September im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim der Anklage zufolge aus Ärger über lärmende Schulkinder plötzlich und ohne Vorwarnung auf die Bremse gegangen. Eine Schülerin sowie zwei Frauen stürzten auf den Boden und zogen sich Verletzungen zu.

Trotz allem setzte der Mann den Angaben zufolge die Fahrt fort. Zuvor hatte er mehrfach ohne Erfolg die Kinder über Durchsagen zur Ruhe aufgefordert. Vor Gericht gab der Fahrer an, eine plötzlich über die Fahrbahn huschende Katze habe ihn zur Vollbremsung gezwungen. Von dem Tier aber sprach er vor Gericht zum ersten Mal, sodass ihm diese Version nicht abgenommen wurde. Stattdessen stellten die Anklagevertreterin und auch die Amtsrichterin fest, dass ein Busfahrer, der Schulkinder fahre, eine „gewisse Stressresistenz“ haben müsse, „sonst ist er in diesem Beruf fehl am Platz“. (dpa)

Bilder: OP-Redakteurin in der Busfahrschule

Rubriklistenbild: © dpa

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