News-Ticker

Corona in Hessen: Aktuelle Fallzahlen ‒ Großer Ausbruch in Frankfurter JVA

In Hessen wütet das Coronavirus, das RKI zählt viele Neuinfektionen. Einen großen Corona-Ausbruch gab es in einem Gefängnis in Frankfurt. Die Lage im News-Ticker.

  • Corona in Hessen: Insgesamt sind oder waren fast 46.000 Menschen infiziert.
  • Große Corona-Ausbrüche werden aus Pflegeheimen in Frankfurt und Bad Vilbel sowie aus einem Gefängnis in Frankfurt gemeldet.
  • Weitgehende Corona-Kontaktbeschränkungen gelten im November – alle bisherigen Informationen zur Corona-Lage finden Sie im vorherigen News-Ticker.

Update vom Donnerstag, 05.11.2020, 08.30 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Hessen binnen 24 Stunden um 1.658 Fälle gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut mitteilt (05.11.2020, Stand 0 Uhr), sind außerdem elf weitere Menschen in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Damit sind in Hessen 710 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben. Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt 47.477 Fälle bestätigt, davon gelten 28.600 als genesen.

Die höchste 7-Tage-Inzidenz vermeldet wieder die Stadt Offenbach. Dort wurden pro 100.000 Einwohner 251,8 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus registriert. Der Kreis Marburg-Biedenkopf weist eine Inzidenz von 235,1 auf, Frankfurt von 230,2.

Corona-Ausbruch im Altenpflegeheim: Bislang 26 positive Tests

+++ 20.17 Uhr: In einem Wiesbadener Altenpflegeheim haben sich 26 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, darunter 17 Bewohner sowie 9 Mitarbeiter. Alle Infektionen verliefen derzeit leicht, teilte der Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus am Mittwoch (04.11.2020) mit. Einige Bewohner zeigten leichte Erkältungssymptome, bei anderen verliefen die Infektionen symptomlos. Kein Bewohner habe ins Krankenhaus verlegt werden müssen.

Den Angaben zufolge hatten zunächst vier Bewohner der Einrichtung sowie eine Mitarbeiterin Erkältungssymptome gezeigt. Daraufhin seien Ende Oktober alle Bewohnerinnen sowie die infrage kommenden Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet worden. Bereits direkt nach Bekanntwerden des ersten Verdachts seien Maßnahmen im Rahmen eines Schutzkonzeptes zusätzlich zu den geltenden Hygienemaßnahmen ergriffen worden.

Derzeit gelte für die Einrichtung ein Besuchsverbot, positiv getestete Bewohner würden auf ihren Einzelzimmern versorgt und eine Quarantäne sei organisiert worden, hieß es.

Corona in Hessen: Großer Ausbruch in Gefängnis in Frankfurt

+++ 14.47 Uhr: 1.221 Menschen in Hessen haben sich seit Dienstag neu mit dem Coronavirus infiziert. Das teilt das hessische Sozialministerium mit (Stand Mittwoch, 04.11.2020, 0 Uhr). Insgesamt sind oder waren es in Hessen somit 45.819 Corona-Infizierte. Einen besonders hohen Anstieg der Corona-Neuinfektionen hat der Kreis Groß-Gerau zu verzeichnen. Mit 113 Infizierten im Vergleich zum Vortag steigt die 7-Tage-Inzidenz auf 216,6. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Kassel klettert wegen 40 Corona-Neuinfektionen über 100 und liegt jetzt bei 104,4. Besonders viele Neuinfektionen verzeichnet auch der Lahn-Dill-Kreis (+95), die 7-Tage-Inzidenz klettert dort auf 149,2.

Was die 7-Tage-Inzidenz angeht, hält der Kreis Marburg-Biedenkopf weiterhin den Negativ-Rekord in Hessen mit einem Wert von 254,7. Dicht darauf folgt die Stadt Offenbach mit 252,7. Wiesbaden nähert sich wegen 94 Corona-Neuinfektionen in 24 Stunden ebenfalls der 7-Tage-Inzidenz von 200 (194,2).

  • Kreis Bergstraße: Infizierte 1.676 (+53), Todesfälle 14 (+1), 7-Tage-Inzidenz 133,2 
  • Kreis Darmstadt-Dieburg: Infizierte 1.852 (+35), Todesfälle 26 (+1), 7-Tage-Inzidenz 160,7
  • Kreis Fulda: Infizierte 1.217 (+22), Todesfälle 18 (+1), 7-Tage-Inzidenz 95,1
  • Kreis Gießen: Infizierte 1.467, Todesfälle 7, 7-Tage-Inzidenz 132,3
  • Kreis Groß-Gerau: Infizierte 2.666 (+113), Todesfälle 28 (+1), 7-Tage-Inzidenz 216,6
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg: Infizierte 572 (+4), Todesfälle 23, 7-Tage-Inzidenz 72,9
  • Hochtaunuskreis: Infizierte 1.354 (+34), Todesfälle 12 (+1), 7-Tage-Inzidenz 108,4
  • Kreis Kassel: Infizierte 1.133 (+40), Todesfälle 35 (+1), 7-Tage-Inzidenz 104,4
  • Lahn-Dill-Kreis: Infizierte 1.550 (+95), Todesfälle 24, 7-Tage-Inzidenz 149,2
  • Kreis Limburg-Weilburg: Infizierte 981 (+31), Todesfälle 8, 7-Tage-Inzidenz 106,3
  • Main-Kinzig-Kreis: Infizierte 3.051 (+83), Todesfälle 58 (+1), 7-Tage-Inzidenz 145,8
  • Main-Taunus-Kreis: Infizierte 1.767 (+17), Todesfälle 24 (+1), 7-Tage-Inzidenz 130,2
  • Kreis Marburg-Biedenkopf: Infizierte 2.006 (+61), Todesfälle 8, 7-Tage-Inzidenz 254,7
  • Odenwaldkreis: Infizierte 853 (+24), Todesfälle 71 (+3), 7-Tage-Inzidenz 149,0
  • Kreis Offenbach: Infizierte 2.960, Todesfälle 57, 7-Tage-Inzidenz 179,2
  • Rheingau-Taunus-Kreis: Infizierte 1.216 (+44), Todesfälle 9, 7-Tage-Inzidenz 126,0
  • Schwalm-Eder-Kreis: Infizierte 1.050, Todesfälle 40, 7-Tage-Inzidenz 88,5
  • Vogelsbergkreis: Infizierte 367 (+8), Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 70,1
  • Kreis Waldeck-Frankenberg: Infizierte 640 (+17), Todesfälle 6 (+1), 7-Tage-Inzidenz 112,6
  • Werra-Meißner-Kreis: Infizierte 427 (+8), Todesfälle 16, 7-Tage-Inzidenz 53,8
  • Wetteraukreis: Infizierte 1.470 (+51), Todesfälle 15, 7-Tage-Inzidenz 104,9
  • Stadt Darmstadt: Infizierte 1.163 (+27), Todesfälle 20, 7-Tage-Inzidenz 168,2
  • Stadt Frankfurt: Infizierte 8.904 (+261), Todesfälle 113 (+4), 7-Tage-Inzidenz 235,7
  • Stadt Kassel: Infizierte 1.446 (+45), Todesfälle 14 (+1), 7-Tage-Inzidenz 159,6
  • Stadt Offenbach: Infizierte 1.541 (+54), Todesfälle 15, 7-Tage-Inzidenz 252,7
  • Stadt Wiesbaden: Infizierte 2.490 (+94), Todesfälle 32, 7-Tage-Inzidenz 194,2

Aufgrund unterschiedlicher Meldewege kann es zu Verzögerungen kommen. So verzeichnet das Sozialministerium etwa für die Kreise Gießen und Offenbach sowie den Schwalm-Eder-Kreis am Mittwoch keinerlei neue Infektionen – was ungewöhnlich ist.

Nach den Zahlen des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) lagen in Hessen 228 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen. Das entspricht demnach einer Belegung von 13 Prozent aller Intensivbetten. 124 der Patienten wurden beatmet (Stand 12.15 Uhr).

Corona in Hessen: Großer Ausbruch in Gefängnis in Frankfurt

+++ 13.59 Uhr: In einer Justizvollzugsanstalt in Frankfurt-Preungesheim gibt es mehrere Corona-Fälle*. Laut Nachrichtenagentur dpa sind Bedienstete und Insassen positiv auf das Virus getestet worden. Insgesamt gelte dies für 28 Personen, 26 Gefangene und zwei Bedienstete, wie das Justizministerium am Mittwoch (04.11.2020) in Wiesbaden mitteilte. Ein Gefangener sei am Montag (02.11.2020) zunächst mit leichten Symptomen getestet worden. Er befinde sich dort seit Ende September im geschlossenen Vollzug.

Im Gefängnis in Frankfurt-Preungesheim gab es einen großen Corona-Ausbruch.

In Limburg schlägt derweil eine Mallorca-Party* hohe Wellen, die kurz vor dem zweiten Corona-Lockdown gefeiert wurde. Ein Report darüber wurde sogar im ZDF-Magazin „Hallo Deutschland“ ausgestrahlt. Nun will der Kreis juristische Klärung.

 Corona-Krise trifft Flughafenbetreiber: Fraport tief in den roten Zahlen

+++ 11.00 Uhr: Fraport, der Betreiber des Flughafens Frankfurt, wurde durch den Einbruch des Passagierverkehrs in der Corona-Krise und den geplanten Stellenabbau im Sommer noch tiefer in die roten Zahlen gerissen als befürchtet. Unter dem Strich stand im dritten Quartal ein Verlust von 304 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der Gewinn noch bei 222 Millionen Euro gelegen.

Damit verfehlte Fraport die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Allein die Aufwendungen für den geplanten Abbau tausender Arbeitsplätze belasteten das Unternehmen mit 280 Millionen Euro. Fraport-Chef Stefan Schulte zeichnete für 2020 und 2021 ein düsteres Bild. So werde die Zahl der Fluggäste 2020 am Flughafen Frankfurt mit 18 bis 19 Millionen voraussichtlich mehr als 70 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Für 2021 geht er von nur 35 bis 45 Prozent des Passagieraufkommens von 2019 aus.

Corona in Hessen: Große Ausbrüche in Pflegeheimen

+++ 09.57 Uhr: In Hessen hat es große Corona-Ausbrüche in Pflegeeinrichtungen gegeben. In Frankfurt wurden 145 Senioren in Heimen positiv auf Corona* getestet. Betroffen ist vor allem ein Pflegeheim im Gutleutviertel, berichtet fnp.de. Vier Bewohner sind inzwischen gestorben. In einem Seniorenzentrum in Bad Vilbel haben sich 26 Mitarbeitende und Bewohner im Demenzbereich mit Corona infiziert*, berichtet wetterauer-zeitung.de. In Dortelweil seien inzwischen insgesamt 160 Menschen getestet worden.

Corona in Hessen: Mehr als 1.200 Neuinfektionen und weitere Todesfälle

Update vom Mittwoch, 04.11.2020, 07.30 Uhr: Das Robert Koch-Institut meldet für Hessen am Mittwoch 1.221 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden (Stand Mittwoch, 04.11.2020, 0 Uhr). Außerdem gab es 16 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Damit sind in Hessen 683 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt 45.819 Corona-Fälle bestätigt, davon gelten 27.700 als genesen.

Der Kreis Marburg-Biedenkopf weist mit 254,2 weiterhin die höchste 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner auf. Dicht dahinter liegt die Stadt Offenbach mit 253,3 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Es folgen Frankfurt (235,9) und der Kreis Groß-Gerau (216,9).

Sportbetrieb in Hessen wird wegen Corona weiter heruntergefahren

+++ 20.25 Uhr: Die Einrichtungen des Freizeit- und Amateursports müssen ab Donnerstag (5.11.2020) in Hessen schließen. Das hat die hessische Landesregierung in Absprache mit den kommunalen Spitzenverbänden am Dienstag entschieden, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtete. Dazu zählen unter anderem überdachte Sportanlagen, in etwa Turnhallen, als auch Einrichtungen im Freien.

In vielen Hallen wird Sport wegen neuer Corona-Maßnahmen bald nicht mehr möglich sein. (Symbolbild)

Allerdings war seit Montag sowieso der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme der Sportausübung allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand in Sportanlagen verboten. Individualsport im öffentlichen Raum wie Joggen, Radfahren oder Wandern bleiben weiter möglich. Auch das Reiten, Rudern und Segeln soll erlaubt bleiben. Dafür benötigtes Sportgerät darf aus den Einrichtungen verwendet werden, wie die dpa berichtete.

Solange ein Hygienekonzept besteht, ist auch der Spitzen- und Profisport weiter erlaut, genauso wie Sportunterricht an Schulen.

Corona in Hessen: Im Landtag herrscht jetzt Maskenpflicht

+++ 19:25 Uhr: Die Maskenpflicht kommt auch für den hessischen Landtag. Ab Montag (9.11.2020) müssen die Abgeordneten wegen der Corona-Pandemie einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die neue Pflicht gilt im gesamten Gebäude, das hat der Ältestenrat in Wiesbaden am Dienstag entschieden. Außerdem sollen im Plenarsaal Abstandsregeln eingeführt und freiwillige Schnelltests vor Ausschuss- und Plenarsitzungen angeboten werden. Die neuen verpflichtenden Maßnahmen wurden eingeführt, da Mitglieder der AfD-Fraktion an einer Sondersitzung des Parlaments ohne Masken teilnahmen. Vorher gab es nur eine Empfehlung, eine Maske zu tragen.

Corona in Hessen: Gastronom wehr sich gegen Teil-Lockdown

+++ 16.49 Uhr: Erstmals wehrt sich auch ein Gastronom vor Hessens oberstem Verwaltungsgericht gegen den Teil-Lockdown wegen der Corona-Pandemie. „Der Antragsteller, ein Gaststättenbetreiber aus Gründau im Main-Kinzig-Kreis, wendet sich gegen die infektionsschutzrechtlich veranlasste Schließung der Gaststätte“, erklärte ein Sprecher des Verwaltungsgerichtshofs Kassel am Dienstag (03.11.2020) gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Die Verordnung stelle für den Gastronomen ein Berufsverbot und damit einen Eingriff in die grundgesetzlich geschützte Berufsfreiheit dar.

Wann das Verwaltungsgericht in Kassel über die Beschwerde des Gastronomen aus dem Main-Kinzig-Kreis entscheiden wird, ist derzeit noch unklar. Der Gerichtshof verweist darauf, dass in solchen Verfahren erst alle Seiten angehört werden müssten.

Hessen bereitet sich wegen Corona auf „groß angelegte Impfaktion“ vor

+++ 15.17 Uhr: Das Land Hessen bereitet sich auf den Start der Corona-Impfungen vor. Wie das Sozialministerium mitteilt, hat das Corona-Kabinett der Landesregierung am Dienstag (03.11.2020) beschlossen, dafür im Corona-Krisenstab eine Task Force einzurichten. Für die nächsten Wochen habe die Bundesregierung einen Impfstoff in Aussicht gestellt, heißt es in der Mitteilung. Auf eine „groß angelegte Impfaktion“ will sich Hessen deshalb mit 20 Millionen Euro vorbereiten. Das Geld solle für den Kauf von Spritzen, Kanülen, Tupfern und Desinfektionsmitteln sowie die „aufwändige Impflogistik von der Lagerung über die Kühlung und Konfektionierung der Impfstoffe bis zur Verteilung“ bereitstehen.

Das Land Hessen bereitet sich auf den Start der Corona-Impfungen vor. (Symbolbild)

Corona in Hessen: Viele Neuinfektionen im Kreis Waldeck-Frankenberg

Derweil ist die Zahl der Corona-Fälle in Hessen am Dienstag im Vergleich zum Vortag um 1.219 angestiegen, wie aus den aktuellen Zahlen des Sozialministeriums (Stand 03.11.2020, 0 Uhr) hervorgeht. Insgesamt haben sich damit bisher 44.598 Menschen in Hessen mit Corona infiziert.

Ein besonders starker Anstieg der Corona-Fallzahlen ist im Kreis Waldeck-Frankenberg* zu verzeichnen, wie auch hna.de berichtet. Dort stieg die 7-Tage-Inzidenz wegen 80 Neuinfektionen im Vergleich zum Montag (02.11.2020) von 78,0 auf 120,9. Auch 7-Tage-Inzidenzen von mehr als 200 sind in Hessen weiterhin keine Seltenheit: Der Kreis Groß-Gerau (201), der Kreis Offenbach (207,3), die Stadt Frankfurt (233,5) und die Stadt Offenbach (244,3) weisen solch hohe Quoten auf.

Das Gesundheitsamt Frankfurt bearbeitet momentan Corona-Fälle an 20 Schulen*, berichtet fnp.de. An einem Gymnasium regt sich aber Unmut gegen die Behörde. Und der Schulelternbeirat fordert mehr Transparenz.

20 Covid-19-Todesfälle in Hessen: Höchster Wert seit April

Update vom Dienstag, 03.11.2020, 07.30 Uhr: In Hessen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden um 1.219 (Stand 03.11.2020, 0 Uhr) registrierte Fälle gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut mitteilt, gab es außerdem 20 weitere Todesfälle in Hessen. So viele Tote an einem Tag wurden zuletzt Mitte April gemeldet. Die Gesamtzahl Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung liegt damit bei 683.

Der Kreis Marburg-Biedenkopf weist noch immer die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auf. Die 7-Tage-Inzidenz liegt dort bei 277,2. Dahinter folgen die Städte Offenbach (244,9) und Frankfurt (233,7), der Kreis Offenbach (207,4) und der Kreis Groß-Gerau (201,3). Die landesweite Inzidenz liegt am Dienstag in Hessen bei 159,73. Nur der Werra-Meißner-Kreis (46,7) liegt noch unter der Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Corona in Hessen: Erste Betriebe klagen gegen Schließung im Lockdown

+++ 17.12 Uhr: Die ersten Betriebe in Hessen wehren sich bereits gegen die erzwungenen Schließungen durch den Teil-Lockdown in der Corona-Pandemie. „Im Zusammenhang mit dem heute beginnenden ‚Zweiten Lockdown‘ sind bereits drei infektionsschutzrechtliche Normenkontroll-Eilverfahren beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof eingegangen“, sagte ein Gerichtssprecher in Kassel am Montag (02.11.2020) gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Geklagt hatten die Betreiber eines Tattoo-Studios, eines Yoga-Studios und einer Musikschule. Wann Hessens oberstes Verwaltungsgericht über die Klage gegen die Corona-Maßnahme entscheidet, blieb jedoch unklar. Wie der Kasseler Gerichtssprecher weiter mitteilte, müssten zunächst sowohl die Kläger als auch die Behörden angehört werden.

Die Inzidenz in Hessen hat in fast allen Kreisen die höchste Warnschwelle des Landes erreicht.

Corona-Lage in Hessen zunehmend kritisch: Sozialministerium meldet mehrere Todesfälle

+++ 15.44 Uhr: Das Ministerium für Soziales und Integration hat die detaillierten Corona-Fallzahlen für Hessen veröffentlicht. Insgesamt wurden 1.307 Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 registriert. Seit Beginn der Ausbreitung haben sich in Hessen damit 43.379 Menschen angesteckt. Am ersten Oktober, vor genau einem Monat, waren es noch halb so viele. Zudem kamen neun Todesfälle hinzu, die Gesamtzahl Menschen, die in Zusammenhang mit dem Virus starben, stieg damit auf 663.

Drei der Todesfälle entfielen auf die Stadt Wiesbaden, zwei auf die Stadt Frankfurt. Jeweils ein Mensch starb im Kreis Bergstraße, im Kreis Gießen, im Odenwaldkreis und im Kreis Offenbach. Der Kreis Marburg-Biedenkopf verzeichnet mit einem Wert von 295,3 die höchste 7-Tage-Inzidenz, dann folgen die Städte Offenbach (257,3) und Frankfurt (235,2). Die Zahlen des Sozialministeriums können von den Daten der jeweiligen Kreise abweichen. Grund dafür sind Verzögerungen im Meldesystem.

Das öffentliche Leben in Hessen wird ab heute wieder eingeschränkt (Symbolbild).

Corona-Pandemie: Ab heute gilt in Hessen der Teil-Lockdown – Neun weitere Todesfälle

Update vom Montag, 02.11.2020, 07.50 Uhr: Am heutigen Montag beginnt wieder eine besonders schwere Phase in der Corona-Pandemie: Deutschland startet in den Teil-Lockdown. Ab dem 2. November gelten in Deutschland verschärfte Corona-Maßnahmen, so müssen Restaurants und Bars beispielsweise wieder geschlossen bleiben. Die Kontaktbeschränkungen für die Menschen in der Öffentlichkeit wurden wieder deutlich verschärft, sodass sich noch maximal 10 Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen.

Außerdem zählt zu den Einschränkungen im November eine weitgehende Schließung von Freizeiteinrichtungen wie Theater, Opern oder Konzerthäuser. Sportvereine müssen pausieren, Schwimm- und Spaßbäder dürfen nicht öffnen. Einzelhandel, Schulen und Kitas sollen zunächst grundsätzlich geöffnet bleiben, dafür gilt dort eine erweiterte Maskenpflicht. Einige Kreise und Städte in Hessen haben die bundesweit geltenden Maßnahmen sogar noch erweitert. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier betont zum Start des Teil-Lockdown in Deutschland und Hessen noch einmal wie wichtig es sei, die schnelle Entwicklung der Corona-Pandemie jetzt einzudämmen. Die Maßnahmen seien dazu notwendig und nicht übertrieben. Im Vergleich zu allen europäischen Nachbarn seien die beschlossenen Regelungen in Deutschland „sehr maßvoll“.

Corona-Zahlen in Hessen: 1.307 Neuinfektionen, neun Todesfälle

Unterdessen steigen die Corona-Zahlen in Hessen weiter rasant. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilt (Stand 02.11.2020, 0 Uhr) hat es in Hessen erneut Todesfälle durch das Coronavirus gegeben. Neun Menschen sind nach Angaben des RKI an oder mit einer Covid-19-Infektion innerhalb der letzten 24 Stunden verstorben. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen liegt am Montag bei 1.307. Die Inzidenz, also die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Personen in den letzten sieben Tagen, beträgt 160,83 (Vortag: 148,87).

Corona in Hessen: Das Land startet in den Teil-Lockdown. Drastische Kontaktbeschränkungen sollen die rasant steigenden Infektionszahlen in den Griff bekommen.

+++ 15.49 Uhr: Das Ministerium für Soziales und Integration hat die detaillierten Corona-Fallzahlen für Hessen veröffentlicht. Insgesamt wurden 1074 Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 registriert. Seit Beginn der Ausbreitung haben sich in Hessen damit 42.072 Menschen angesteckt. Zudem kamen acht Todesfälle hinzu, die Gesamtzahl der Toten stieg auf 654.

Corona in Hessen: Kreis überschreitet Inzidenz von 300

Vier der Todesfälle entfielen auf den Kreis Offenbach, zwei auf den Odenwaldkreis, ein Mensch starb in Darmstadt, ein weiterer im Main-Taunus-Kreis. Der Kreis Marburg-Biedenkopf verzeichnet mit einem Wert von 300,2 die höchste 7-Tage-Inzidenz, dann folgen Stadt Offenbach (232,0) und Kreis Offenbach (204,8).

Corona in Hessen: Acht neue Todesfälle - Weitere Höchstwerte bei Inzidenz

Update vom Sonntag, 01.11.2020, 10.31 Uhr: In Hessen hat es erneut Todesfälle durch das Coronavirus gegeben. Acht Menschen sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) an einer Covid-19-Infektion innerhalb von 24 Stunden verstorben. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen liegt bei 1.074. Die Inzidenz, also die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Personen in den letzten sieben Tagen, beträgt am Sonntag 148,87. Der Wert ist gegenüber dem Vortag leicht zurückgegangen.

Im Vergleich zu anderen Bundesländern liegt die Corona-Inzidenz in Hessen an dritter Stelle - nach Berlin und Bremen. Der Wert liegt auf das ganze Bundesland gerechnet bei 148,87.

Noch drei Kreise in Hessen unter höchster Corona-Warnschwelle

Der am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffene Kreis ist nach wie vor Marburg-Biedenkopf. Dort beträgt die Inzidenz inzwischen 299,5 und liegt damit auch deutschlandweit im Vergleich sehr hoch. An zweiter Stelle folgt die Stadt Offenbach mit einem Wert von 232,6. An dritter Stelle liegt nicht mehr Frankfurt, sondern der Kreis Offenbach mit einer Inzidenz von 204,9.

In ganz Hessen liegen noch drei der 21 Kreise und fünf kreisfreie Städte unterhalb der höchsten Corona-Warnschwelle des Landes von 75. Im Werra-Meißner-Kreis liegt der Wert auch noch unterhalb der dritten Warnschwelle von 50 mit einer Inzidenz von 45,7. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg liegt der Wert bei 69,6 und im Vogelsbergkreis bei 70,0.

Auch in Hessen gelten verschärfte Corona-Regeln.

Opposition kritisiert Beschlüsse „in Hinterzimmern“ – Kreis nähert sich Inzidenz von 300

+++ 20.56 Uhr: Hessens Landesregierung hat bei der Bevölkerung eindringlich für eine Akzeptanz der verschärften Corona-Regeln geworben. „Die Corona-Pandemie ist nicht nur noch da, sie hat sich mit voller Wucht sehr gefährlich weiterentwickelt“, sagte Vize-Ministerpräsident Tarek Al-Wazir (Grüne) am Samstag im Landtag in Wiesbaden in einer Regierungserklärung. „Die Lage ist in Deutschland und auch in Hessen ernst und wir müssen alles tun, um eine nationale Gesundheitsnotlage zu vermeiden.“

Al-Wazir zeigte Verständnis für Kritik an den Corona-Regeln. Auch andere Meinungen seien selbstverständlich zu tolerieren. Wenn aber von einer „Corona-Diktatur“ gesprochen werde, dann sei das eine Unverschämtheit. Wer so rede, der verkenne nicht nur den Ernst der Lage, sondern der spalte und setze auf Empörung.

Strenge Corona-Maßnahmen in Hessen: Kritik kommt von der Opposition

Von der Opposition kam Kritik. Der Fraktionsvorsitzende der FDP, René Rock, forderte, die Diskussion über die richtigen Corona-Maßnahmen im Parlament zu führen. „Es widerspricht jeder demokratischen Regel und Kultur, dass die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten in Hinterzimmern massive Einschränkungen für das Leben der Bürgerinnen und Bürger beschließen.“

Die Vorsitzende der Linksfraktion, Janine Wissler, forderte, die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sozial abzufedern. „Sie müssen zudem demokratisch legitimiert, kontrolliert und ständig auf ihre Verhältnismäßigkeit überprüft werden“, sagte sie.

Corona in Hessen: 340 Neuinfektionen und drei weitere Tote in Frankfurt

+++ 16.09 Uhr: Das Sozialministerium in Hessen hat nach dem RKI die detaillierten Corona-Fallzahlen für alle Kreise und Städte veröffentlicht. Insgesamt gab es in Hessen 1905 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Seit Beginn der Virus-Pandemie haben sich hessenweit 40.998 Menschen infiziert. Fünf weitere Menschen sind an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit gibt es in Hessen nun insgesamt 646 Todesfälle.

Corona in Hessen: Hohe Inzidenzen in Frankfurt und Offenbach

Drei der Todesfälle entfielen auf Frankfurt, einer auf den Kreis Bergstraße, ein weiterer Mensch starb im Kreis Darmstadt-Dieburg. Der Kreis Marburg-Biedenkopf verzeichnet mit einem Wert von 289,2 die höchste 7-Tage-Inzidenz, dann folgen die Städte Offenbach (254,2) und Frankfurt (213,8).

Der Kreis Offenbach hat separat weitere Todesfälle gemeldet. Nach Angaben des Kreises liegt die Zahl der Verstorbenen dort bei 58. Die Zahl der Infektionen liegt nach Angaben des Kreises Offenbach bei 2737. In unserer Tabelle beziehen wir uns allerdings auf die Zahlen des Sozialministeriums. Dort werden die Todesfälle und Infektionen zu einem späteren Zeitpunkt erfasst.

Corona in Hessen: Ministerpräsident Volker Bouffer muss in häusliche Quarantäne.

+++ 11.19 Uhr: Nachdem in der hessischen Staatskanzlei zwei Personen positiv auf das Coronavirus getestet wurden, muss auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in Quarantäne. Nach Informationen von Regierungssprecher Michael Bußer ist Bouffier bereits auf das Coronavirus getestet worden. Der Test sei negativ verlaufen. Bouffier soll seine Amtsgeschäfte in den kommenden Tagen weiterführen.

Eine für Samstag geplante Regierungserklärung in einer Sondersitzung zur Corona-Lage in Hessen wir von Hessens stellvertretenden Ministerpräsidenten Tarek Al-Wazir (Grüne) vorgetragen werden.

Neue Corona-Zahlen - Inzidenz erreicht Höchstwert

Update vom Samstag, 31.10.2020, 8.39 Uhr: Die Corona-Situation in Hessen verschärft sich ungemindert weiter. 1.905 Neuinfektionen registrierte das Robert Koch-Institut (RKI) seit dem Vortag. Damit sind in Hessen 40.998 Menschen am Coronavirus erkrankt. Das RKI registrierte fünf neue Todesfälle durch das Coronavirus im Vergleich zum Freitag.

Die Inzidenz in Hessen liegt inzwischen bei 150,97. Einen höheren Wert gibt es nur in Bremen mit 175,72. Der am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffene Landkreis in Hessen ist Marburg-Biedenkopf. Dort liegt die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen bei 288,6. Danach folgen die Stadt Offenbach mit einem Wert von 254,8 und Frankfurt mit 214,0.

Absage von Veranstaltungen in Frankfurt wegen Corona-Situation

+++ 16.27 Uhr: Die Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie bringen auch für Frankfurter viele Einschränkungen mit sich. Der Magistrat hat deshalb beschlossen, dass sich auch die Stadt in den kommenden Wochen zurücknimmt – durch weitestgehende Absage eigener Veranstaltungen.

Corona-Fallzahlen für Hessen

+++ 14.28 Uhr: Das Sozialministerium in Hessen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen für alle Kreise und Städte bekanntgegeben. Insgesamt gab es in Hessen 1.708 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Hessenweit haben sich seit Beginn der Virus-Pandemie 39.093 Menschen infiziert. Vier weitere Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Damit gibt es in Hessen nun insgesamt 641 Todesfälle.

Drei der Todesfälle entfielen auf Frankfurt, einer auf den Kreis Offenbach. Frankfurt (223,9), die Stadt Offenbach (245) und der Kreis Marburg-Biedenkopf (215,4) weisen hessenweit die höchsten Werte bei der 7-Tage-Inzidenz auf. Frankfurt verzeichnetet 277 Neuinfektionen und auch im Landkreis Offenbach gab es mit 152 zahlreiche neue Corona-Fälle.

+++ 09.50 Uhr: Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat wegen Corona eine drastische Entscheidung* getroffen, berichtet fnp.de: Der Verbandsvorstand beschloss in seiner Videokonferenz am Donnerstagabend (29.10.2020), den Spielbetrieb mit Wirkung von Freitag (30.10.2020) an und bis zum Ende des Jahres 2020 ruhen zu lassen.

Corona-Lage in Frankfurt, Offenbach, Marburg-Biedenkopf angespannt

Update vom Freitag, 30.10.2020, 06.45 Uhr: In Hessen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen stark an. Insgesamt sind bisher 39.093 Menschen an dem Virus erkrankt. Das sind 1.708 mehr als noch am Donnerstag (29.10.2020). Das meldet das Robert-Koch-Institut (RKI, Stand 30.10.2020, 0 Uhr). 641 Personen sind in Hessen an dem Coronavirus gestorben. Damit ist Zahl im Vergleich zum Vortag um 4 gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz in Hessen liegt bei 145,75.

Mit 7.555 Corona-Fällen ist die Stadt Frankfurt laut RKI am stärksten betroffen. Dort sind insgesamt 99 Erkrankte an Covid-19 gestorben, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 224,1. Auch im Main-Kinzig-Kreis und im Landkreis Offenbach ist die Lage angespannt. Im Main-Kinzig-Kreis gibt es bislang 2.611 Corona-Fälle und 55 Tote. Laut dem RKI haben sich im Landkreis Offenbach bisher 2.578 Personen mit dem Virus infiziert. 52 Bürger sind daran gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz ist derzeit im Landkreis Marburg-Biedenkopf (214,9) und in der kreisfreien Stadt Offenbach (245,6) besonders hoch.

Corona sorgt auch in Hessen für leere Straßen und leere Cafés. (Symbolbild)

Sondersitzung des hessischen Landtags wegen der verschärften Corona-Regeln

+++ 20.02 Uhr: Am kommenden Samstag (31.10.2020) wird der Landtag über die verschärften Corona-Regeln in Hessen debattieren. Die Sondersitzung soll voraussichtlich um 12 Uhr stattfinden. Die von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) verkündeten Regelungen stoßen bei der Opposition auf teils heftige Kritik.

Corona in Hessen: Sozialministerium gibt Fallzahlen bekannt

+++ 15.19 Uhr: Das hessische Sozialministerium hat die aktuellen Corona-Fallzahlen für alle Kreise und Städte des Landes gemeldet. Demnach haben sich in den vergangenen 24 Stunden in Hessen 1.697 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert, acht sind an den Folgen einer Erkrankung verstorben. Insgesamt gab und gibt es in Hessen damit 37.385 Corona-Fälle, von denen 637 tödlich verliefen.

Nachdem die Stadt Frankfurt in den vergangenen Tagen mit Abstand die höchste 7-Tage Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Hessen zu verzeichnen hatte, wird sie durch steigende Corona-Zahlen in anderen Kreisen des Landes als alleiniger Hotspot abgelöst. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf beträgt die Inzidenz laut Ministerium mittlerweile 238,5 und in der Stadt Offenbach ist der Wert auf 233,5 gestiegen. In Frankfurt liegt sie bei 218,8.

Nach dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen zuletzt in Hessen 165 Covid-19-Patientinnen und -Patienten auf Intensivstationen. 94 Menschen wurden demnach beatmet.

Nach dem Landkreis Kassel hat nun auch die Stadt Kassel eine Maskenpflicht während des Schulunterrichts angeordnet*, berichtet hna.de. Es ist nicht die einzige Änderung wegen der hohen Corona-Zahlen.

Die steigenden Corona-Zahlen bedeuten auch eine zunehmende Überlastung für das Kranken- und Pflegepersonal in Hessen. (Symbolbild)

Neue Corona-Verordnung für Hessen: Besonders eine Branche äußert scharfe Kritik

Erstmeldung vom Donnerstag, 29.10.2020, 12.00 Uhr: Frankfurt – Das Corona-Kabinett der schwarz-grünen Landesregierung in Hessen wird an diesem Donnerstag (29.10.2020) die neuen Vorgaben zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus* festzurren. Bei dem Treffen in Wiesbaden geht es darum, die in der Bund-Länder-Schalte beschlossenen Maßnahmen mit einer Verordnung für Hessen im Detail zu fixieren.

Es wird erwartet, dass Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) im Anschluss die geplanten Corona-Einschränkungen für die hessische Bevölkerung zum Gesundheitsschutz im Detail vorstellt und erklärt. Die Maßnahmen sollen vom kommenden Montag (02.11.2020) an gelten.

Corona in Hessen: Die schwarz-grüne Landesregierung will die rasant ansteigenden Corona-Neuinfektionen mit drastischen Kontaktbeschränkungen in den Griff bekommen.

Neue Corona-Maßnahmen in Hessen stoßen auch auf heftige Kritik

In Hessen stoßen die neuen Corona-Maßnahmen auf sehr unterschiedliche Reaktionen: Während der Deutsche Städtetag die Corona-Beschlüsse als „klares politisches Signal, das wir jetzt brauchen“ begrüßte und auch die Stiftung Patientenschutz die Beschlüsse als wichtig und überfällig bezeichnete, mahnte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm sinnvolle Gegenmaßnahmen ohne Willkür-Charakter an.

Scharfe Kritik kam vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Dieser bezeichnete die geplanten Schließungen in der Gastronomie als bitter und erklärte, viele Betriebe erwögen bereits zu klagen. Betroffene sprechen von einem „Schlag ins Gesicht“. Das Gastgewerbe habe sich seit März hochgradig professionell im Kampf gegen die Pandemie engagiert, sagte Julius Wagner, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands in Hessen: „Daher ist das Unverständnis für die Schließung im Rahmen des zweiten Lockdowns natürlich groß.“ Auch Gastronomen aus dem Kreis Limburg-Weilburg sind sauer wegen des zweiten Lockdowns für die Branche.

Kontaktbeschränkungen sollen in Hessen Corona-Infektionen ausbremsen

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch (28.10.2020) wegen der massiv steigenden Corona-Infektionszahlen unter anderem auf deutliche Kontaktbeschränkungen für die Bevölkerung in der Öffentlichkeit und auf eine weitgehende Schließung von Freizeiteinrichtungen wie Theater, Opern oder Konzerthäuser verständigt. Auch Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen werden geschlossen, Schulen und Kindergärten sollen dagegen offen bleiben. Ein Überblick über die Ergebnisse:

  • Schulen und Kitas bleiben vorerst geöffnet, um die Eltern nicht zusätzlich zu belasten.
  • Eine Vielzahl an Freizeiteinrichtungen wird geschlossen.
  • Die Restaurants in Hessen müssen ab Montag bis vorerst Ende November wieder schließen.
  • Hotels dürfen keine Touristen mehr übernachten lassen.
  • Gastronomie und Selbstständige sollen besonders unterstützt werden. Bis zu 75 Prozent des Umsatzes im Vorjahresnovember sollen ausgezahlt werden.
  • Amateur- und Freizeitsport wird eingestellt, Profi-Sport findet ohne Zuschauer statt.
  • „Vulnerable Gruppen“ und Risikopatienten können weiter Besuch erhalten.
  • Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus werden ab dem 2. November nicht mehr von den Kommunen selbst, sondern vom Land Hessen entschieden.
  • Ob und wie Maßnahmen, die den privaten Bereich betreffen, kontrolliert werden, wird in den nächsten Tagen entschieden.

Unterdessen steigt die Zahl der Corona-Fälle in Hessen weiter rasant an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1.697 Neuinfektionen (29.10.2020, 0 Uhr) binnen eines Tages. Damit haben sich landesweit insgesamt 37.385 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Acht Menschen sind innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus in Hessen gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 637.

Corona in Hessen: Zahl der Neuinfektionen steigt weiter rasant

Von Kommunen selbst gemeldete Zahlen können von den Zahlen des RKI abweichen, da sie die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben. Zahlen, die die Kommunen selbst nennen, sind in der Regel aktueller als die des RKI oder des hessischen Sozialministeriums. Das Sozialministerium in Hessen hatte am Mittwoch (28.10.2020) zuletzt Fallzahlen für alle Kreise und Städte des Landes gemeldet.

Nach dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen zuletzt in Hessen 156 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen. 87 Patienten wurden demnach beatmet. (Stand 29.10.2020, 7.00 Uhr). (Tobias Möllers) *fnp.de, hna.de und wetterauer-zeitung.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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