Wiedersehensfreude am Frankfurter Flughafen

Euphorischer Empfang für deutsche Olympia-Helden 

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Eishockey-Nationalspieler Christian Ehrhoff wird nach der Landung in Frankfurt von seiner Familie in Empfang genommen.

Frankfurt -  Fahnenträger Christian Ehrhoff schloss Töchterchen Olivia in die Arme, Biathlon-Königin Laura Dahlmeier freute sich auf zwei, drei Tage Ruhe: Nach einer stimmungsvollen Willkommensparty in der Heimat fiel die Anspannung bei den deutschen Olympia-Helden allmählich ab.

„Das ist der Wahnsinn!“, sagte Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka zum herzlichen Empfang durch hunderte Fans, Freunde und Familienangehörige im Frankfurter Flughafen-Center.

Trotz eines verspäteten Abfluges aus Südkorea setzte die Boeing 747 mit mehr als der Hälfte des deutschen Teams gestern pünktlich um 16.41 Uhr in Frankfurt auf. „Es ist schön, wieder nach Hause zu kommen“, sagte die mit zweimal Gold und einmal Bronze dekorierte Dahlmeier. Nach einer wilden Abschluss-Party im Deutschen Haus holten die müden deutschen Medaillensammler auf dem Rückflug etwas Schlaf nach. „Zuerst war es recht ruhig, weil alle noch mit den Nachwehen der Feierlichkeiten zu tun hatten“, berichtete Eric Frenzel, der in der Nordischen Kombination zweimal Gold und einmal Bronze gewann. Später habe an Bord „eine grandiose Stimmung“ geherrscht.

Nach der Landung badeten die Stars im Blitzlichtgewitter. 80 Journalisten waren akkreditiert, 37 davon alleine auf dem Rollfeld, wo Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann die Athleten empfingen. „Wir empfinden Freude, Stolz und Genuss. Wir haben die deutsche Hymne in Südkorea so oft gehört wie nie zuvor bei Olympischen Winterspielen. Und wir haben 61 Sportler, die mit Medaillen dekoriert zurückgekehrt sind. Das ist ein Allzeitrekord“, lobte Hörmann. Nach dem Höhepunkt kehrt nun wieder der Alltag ein. „Wir haben die Weichen zu stellen, dass wir auch künftig solche Erfolgskapitel schreiben können“, betonte Hörmann.

Jubel-Empfang für deutsche Olympia-Helden in der Heimat

Die Olympia-Helden werden die nächsten Tage dagegen nutzen, um ihre Erfolge nachwirken zu lassen. „Ich habe den Olympiasieg immer noch nicht richtig realisiert“, sagte Paarläuferin Aljona Savchenko. „Aber es kommt langsam.“ (dpa/sid)

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