Bäderkonzept 2025

Frankfurt will drei neue Schwimmhallen bauen

Frankfurt - Die einen treiben dort Sport, andere wollen spielen oder sich entspannen: Fast 200 Millionen Euro will die Stadt Frankfurt in ihre Schwimmbäder investieren. Den größten Teil steckt sie in Neubauten.

Neue Schwimmbäder für Familien und Sportler: Die Stadt Frankfurt nimmt bis zum Jahr 2025 rund 194 Millionen Euro für Neubauten und die Sanierung bestehender Anlagen in die Hand. Die Bäder sollen attraktiver werden, jedes einzelne solle ein eigenes Profil erhalten, sagte Dezernent Markus Frank (CDU) heute gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben von Experten bewerten lassen, was in den Bädern schon jetzt gut ist und was noch besser gemacht werden kann", erklärte Frank. Die Ergebnisse flossen in das "Bäderkonzept Frankfurt 2025" ein.

Das kostspieligste der geplanten Projekte stellt mit 86 Millionen Euro das Rebstockbad dar. Frankfurts größte Schwimmhalle mit jährlich rund 600.000 Besuchern soll ab 2020 abgerissen und an gleicher Stelle neu errichtet werden. Geplant ist ein Erlebnisbad mit Sauna und separatem Sportbecken. Dem Neubau muss noch das Stadtparlament zustimmen. Eine Entscheidung wird im Sommer erwartet.

Auch das Panoramabad im Stadtteil Bornheim soll abgerissen und bis 2022 durch ein Familienbad neben der Eissporthalle ersetzt werden. Der Neubau soll sich mit seinem Angebot gezielt an Familien und Kinder bis zwölf Jahre richten. Geplant sei zudem ein separates Sporthallenbad für Schul- und Vereinsschwimmen. Die Kosten schätzt der Geschäftsführer der städtischen Bäderbetriebe (BBF), Frank Müller, auf etwa 36 Millionen Euro. "Das Panoramabad in Bornheim wird jedoch erst abgerissen, wenn der Neubau fertiggestellt ist". Das Grundstück stehe danach für ein Wohnungsbauprojekt zur Verfügung. Mit dessen Einnahmen - laut Müller rund 24 Millionen Euro - soll der Neubau teilweise gegenfinanziert werden.

So hält Sport im Wasser richtig fit

Darüber hinaus soll auf dem Gelände des Sportcampus der Goethe-Universität bis 2024 für etwa 40 Millionen Euro ein Schwimmsportzentrum entstehen. Bisher seien zwei einzelne Schwimmbäder für Schulen und eines für die Goethe-Uni geplant gewesen, sagte Müller. "Die Idee ist aber nun, diese drei Bäder in einem Zentrum zusammenzufassen." Laut Frank erhofft sich die Stadt von dieser Lösung auch eine Entlastung für die anderen Bäder, da die Sportler dadurch an einem Ort konzentriert werden könnten. Nach Angaben von BBF-Geschäftsführer Müller gibt die Stadt bis 2030 jährlich drei bis vier Millionen Euro für die Unterhaltung bestehender Bäder aus. (dpa)

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