Geldverkehr

Beamte machen „bemerkenswerten“ Fund bei Zollkontrolle am Flughafen Frankfurt

Mehr als 600 Einsatzkräfte von Zoll, Polizei und Steuerfahndung in waren am Mittwoch in drei Bundesländern gegen ein illegales Firmennetzwerk in der Baubranche im Einsatz.
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In einer Tasche fanden Zollbeamte am Flughafen Frankfurt beispielsweise hunderte Geldscheine. Ein 59-Jähriger wollte sie aus der EU ausführen. (Symbolbild)

Der Zoll kontrolliert am Flughafen Frankfurt den Geldverkehr. Dabei sticht ein Mann mit seiner „Kreativität“ ganz besonders hervor – das hat Konsequenzen.

Flughafen Frankfurt – Über drei Tage, vom 8. bis 10. Dezember 2020, hat der Zoll am Flughafen Frankfurt* kontrolliert, wie viel Bargeld über den Flughafen in die EU fließt und wieder heraus. Mehr als 30 Beamte waren im Einsatz, mehr als 2.700 Personen wurden kontrolliert. Ziel war die Bekämpfung der internationalen Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung.

In immerhin 26 Fällen wurden die Zollbeamten auch fündig. Fündig heißt in diesem Fall, dass Reisende versucht haben, Bargeld oder gleichwertige Mittel in Höhe von mehr als 10.000 Euro über die Grenze zu bringen. Laut Hauptzollamt Frankfurt ergab sich in neun Fällen ein Verdacht auf Geldwäsche. Insgesamt wurden dabei rund 1,2 Millionen Euro sichergestellt.

Zoll am Flughafen Frankfurt findet 1,7 Millionen Euro

Zusammen mit weiteren Fällen ergab sich eine Gesamtsumme von 1,7 Millionen Euro. Bei „Barmitteln“ kann es sich um klassisches Bargeld, aber auch um D-Mark-Münzen, Aktien oder Sparbriefe handeln, wie Isabell Gillmann, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt am Main* erklärt

Ein besonderer Fall war ein 59-jähriger Deutscher. Dieser hatte bei der versuchten Ausreise in die Vereinigte Arabische Emirate in seiner Kleidung und seinem Gepäck rund 800.000 Euro versteckt. Er wurde aus einem bereits zum Abflug bereiten Flugzeug herausgebracht und musste sich weiteren Maßnahmen unterziehen.

In einer Tasche finden Zollbeamte am Flughafen Frankfurt hunderte Geldscheine. Ein 59-Jähriger wollte sie aus der EU ausführen. (Symbolbild)

„Voller Erfolg“ für die Zollbeamten am Flughafen Frankfurt

Der Zoll wertet die Aktion als „vollen Erfolg“, erklärt Gillmann. „Trotz des eingeschränkten Flugaufkommens aufgrund der weltweiten Covid-19 Pandemie konnten hier bemerkenswerte Feststellungen erzielt werden“, so Gillmann.

Grundsätzlich muss jeder Transfer von Bargeld oder gleichgestellten Mitteln bei der Ein- und Ausreise in die oder aus der Europäischen Union angemeldet werden. Trotz der Corona-Pandemie finden viele dieser Ein- und Ausreisen am Flughafen Frankfurt statt. Wer gegen die Pflicht zur Anmeldung des Transfers verstößt, wird mit Bußgeldern in Höhe von bis zu einer Million Euro bestraft. Bereits vor wenigen Wochen hatte der Zoll umfangreiche Corona-Kontrollen am Flughafen Frankfurt durchgeführt. (Marcel Richters) *fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Ein Hocker machte den Zoll am Flughafen Frankfurt* aufmerksam. Denn die Röntgenaufnahmen zeigten einen unerwarteten Inhalt in dem Möbelstück aus Holz. Ebenfalls am Flughafen Frankfurt machte der Zoll eine weitere millionenschwere Entdeckung: 6,5 Tonnen einer Chemikalie waren angekommen, berichtet fnp.de*.

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