Von Frankfurt aus

Hessen schiebt Terrorverdächtigen nach Tunesien ab

Frankfurt - Hessen hat den Terrorverdächtigen Haikel S. nach Tunesien abgeschoben. Die Bundespolizei habe den islamistischen Gefährder am Vormittag den tunesischen Behörden übergeben, sagte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) in Wiesbaden.

"Wir haben ihn abgeschoben, erfolgreich abgeschoben." Haikel S. wurde von den Sicherheitsbehörden als Gefährder eingestuft und hatte sich über Monate juristisch gegen die Abschiebung gewehrt und war dafür bis vor das Bundesverfassungsgericht gegangen. Die Karlsruher Richter lehnten seine Beschwerde allerdings ab. Zuletzt saß er in Hessen in Abschiebehaft.
Die Ermittlungsbehörden werfen ihm vor, für die Terrormiliz IS einen Anschlag in Deutschland vorbereitet zu haben. Der Tunesier, der im Februar 2017 bei einer Anti-Terror-Razzia festgenommen worden war, steht auch in seinem Heimatland unter Terrorverdacht. Er soll unter anderem dem Anschlag auf das Bardo-Museum in Tunis mit mehreren Toten im März 2015 beteiligt gewesen sein. (dpa)

Blutiger Anschlag auf Museumsbesucher in Tunis

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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