Museen lockten auch in die Nachbarstadt

Nacht der Museen: In Frankfurt alles außer Schlaf

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Darsteller des Antagon Tanz- und Performance-Theaters vor dem Römer in Frankfurt.

Offenbach - Die Nacht der Museen in Offenbach und Frankfurt hat rund 37.000 Besucher angezogen. „Es ist schön zu sehen, wie zu später Stunde Menschen auf den Beinen sind, um Kunst an vielen verschiedenen Orten zu erleben“, bilanzierte gestern die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

Das Programm der 40 Ausstellungshäuser, Kultureinrichtungen und Galerien hat einmal mehr die Vielfalt der Kulturlandschaft in den beiden Städten erlebbar gemacht. Großen Zulauf in Frankfurt vermeldeten von 19 Uhr am Freitag bis 2 Uhr am Samstagmorgen die Häuser am Schaumainkai. Neben der Rubens-Ausstellung im Städel begeisterte das Museum für Kommunikation mit einem Programm, das „alles außer Schlaf“ versprach, besonders viele Besucher. Auch rund um den Römerberg gab es einiges zu entdecken. Während Antagon mit seiner zeitkritischen Performance zahlreiche Schaulustige anlockte, begeisterte der US-amerikanische Künstler Jean-Michel Basquiat in der Kunsthalle Schirn. Im Historischen Museum waren die Stimmen von George Clooney und Ben Stiller live zu hören und das Caricatura-Museum zeigte Werke des Komikers Otto Waalkes.

Neu dabei war das „CineStar“-Metropolis, wo für den Oscar nominierte Animationskurzfilme gezeigt wurden. Nach längerem Umbau konnten Weltraum-Fans auch wieder die Sternwarte besuchen. Großen Andrang gab es nach Angaben der Veranstalter im erstmals teilnehmenden Lufthansa Aviation Center. Zu den beliebtesten Zielen in Offenbach gehörte der City Tower. Im Ledermuseum standen „Paare“ im Fokus; ein Riesen-Memoryspiel und Tango Argentino luden zum gemeinsamen Spielen und Tanzen.

„Nacht der Museen“ in Frankfurt und Offenbach: Bilder

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Musik unterschiedlichster Stilrichtungen bot für jeden Geschmack etwas, die Sounds kamen aus der ganzen Welt: Französische Chansons, persische Folklore und russische Klaviermusik setzten akustische Akzente. Wer die Nacht ruhiger ausklingen lassen wollte, lauschte den Saxophon-Klängen zu Kerzenschein im Dommuseum. Auch die Kunstauktion von EY war ein großer Anziehungspunkt. Dem Auktionator sei es gelungen, aus über 20 Kunstwerken von jungen Künstlerinnen und Künstlern der Frankfurter Städelschule und der Offenbacher Hochschule für Gestaltung einen Erlös von über 56.000 Euro zu erzielen, teilte der Veranstalter mit. Der Erlös gehe an die Fördervereine der Frankfurter und Offenbacher Kunsthochschulen. (dpa)

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