Mutmaßlicher Organisator

Zeil-Flashmob eskaliert - jetzt spricht der Youtuber

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Flashmob eskaliert auf der Frankfurter Zeil

Nach dem völlig außer Kontrolle geratenen Flashmob auf der Zeil äußert sich der mutmaßliche Inititator der Aktion.

Update, 25. März, 14:25 Uhr: Am gestrigen Sonntag veröffentlichte nun der Youtuber Kaan Yavi ein Video, in dem er erklärt, dass es sich bei dem Flashmob um ein spontanes Fantreffen mit ihm und nicht um einen Streit zwischen zwei Youtubern gehandelt haben soll. Er selbst habe zu dem Treffen aufgerufen. Auf Anfrage konnte es die Polizei nicht offiziell bestätigen, ob es sich bei Yavi tatsächlich um einen der Initiatoren des Flashmobs handelt. 

Es werde jedoch gegen den Organisator ermittelt und geprüft, ob er für die Kosten des Polizeieinsatzes aufkommen müsse. Dieser habe sich allerdings bisher kooperativ gezeigt und sei dem gegenüber ihm ausgesprochenen Platzverweis sofort nachgekommen. 

In seinem Video erklärt der mutmaßliche Organisator Kaan Yavi, dass er mit so einem Ansturm nicht gerechnet habe. Er selbst sei überwältigt von der Aktion. „Die Sache ist komplett eskaliert.“ Kaan Yavi betreibt den Youtube-Kanal Yavi Tv mit 326.529 Abonnenten. Dort lädt er hauptsächlich Comedy-Videos hoch. Oft ist er dafür auch im Frankfurter Stadtgebiet unterwegs.

Ebenfalls hatte die Polizei die Personalien eines Jugendlichen aufgenommen, der aus der Menge heraus einem Polizisten ins Gesicht geschlagen habe. Und auch gegen noch unbekannte Steinewerfer laufen noch Ermittlungen. 

Flashmob auf der Zeil eskaliert: Das steckt dahinter

Update, 12:49 Uhr: Für den Flashmob am Samstagabend in der Frankfurter Innenstadt sollen zwei Youtuber verantwortlich sein. Wie hessenschau.de von der Polizei erfahren haben will, soll die Aktion auf zwei Youtuber und ihre Fans zurückgehen. Für eine Bestätigung war die Polizei bisher nicht erreichbar. 

Auch andere Medien und Twitter-Nutzer gehen davon aus, dass es sich - wie bei den jüngsten Vorfällen auf dem Alexanderplatz in Berlin - auch in Frankfurt um einen Aufruf aus dem Netz handelt. 

Auch die Kommentare unter dem Tweet der Frankfurter Polizei legen den Verdacht nahe.

Erstmeldung, 24. März, 8:50 Uhr: Frankfurt - Ein Flashmob ist am Samstagabend auf der Frankfurter Zeil vollkommen außer Kontrolle geraten. Am Ende wurden Polizisten mit Steinen beworfen, ein Beamter wurde leicht verletzt.

Es waren sehr befremdliche Szenen, die sich am Samstagabend auf der Frankfurter Zeil abgespielt haben müssen. Rund 600 Menschen, vorwiegend Jugendliche, sind auf der Einkaufsmeile scheinbar sinnlos hin und her gerannt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll es sich um einen sogenannten Flashmob gehandelt haben. Bei der Aktion sollen die Flashmob-Teilnehmer sehr rücksichtslos gegenüber Passanten vorgegangen sein. Irgendwann wollte die Polizei dem Treiben ein Ende setzen und hat dem 21-jährigen Organisator des Mobs einen Platzverweis erteilt - dann ist die Situation offenbar komplett eskaliert, wie fnp.de* berichtet.

Flashmob auf Frankfurter Zeil eskaliert: Polizist wurde ins Gesicht geschlagen

Ein Jugendlicher soll laut Polizei plötzlich aus der Menge heraus einen Polizisten ins Gesicht geschlagen haben. Als ihn die Polizei nach der Tat festnehmen wollte, leistete dieser erheblichen Widerstand und musste laut Polizei zu Boden gebracht werden. Dabei habe sich der Jugendliche leicht verletzt und musste ambulant versorgt werden. 

Nach der Festnahme hätten vereinzelte aus der Menge heraus Steine auf die Polizisten geworfen, dabei wurde ein Beamter leicht verletzt. Gegen 20 Uhr war dann der Spuk vorbei und der Mob löste sich auf. Die Polizei ermittelt nun gegen die Verantwortlichen. Es ist nicht auszuschließen, dass der Organisator für die Einsatzkosten aufkommen muss. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei besteht kein Zusammenhang zwischen einer der drei Großdemonstrationen, die gestern in der Frankfurter Innenstadt stattgefunden haben und dem misslungenen Flashmob. 

(ror)

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