Verdacht bestätigt

Nach SEK-Einsatz in Frankfurt: Haftbefehl gegen sechs mutmaßliche Terroristen

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Nach dem SEK-Einsatz in Frankfurt Nied hat das Gericht jetzt Haftbefehl gegen sechs Männer erlassen.

Nach dem SEK-Einsatz in Frankfurt Nied hat das Gericht jetzt Haftbefehl gegen sechs Männer erlassen. Den Verdächtigen wird Terrorismusfinanzierung und Verabreden zu einem Verbrechen vorgeworfen. Drei der Männer sollen der salafistischen Szene des Rhein-Main-Gebietes angehören.

  • Bei mehreren SEK-Einsätzen in Hessen (unter anderem Frankfurt Nied) gab es zahlreiche Festnahmen
  • Zehn Verdächtigen wird Terrorismusfinanzierung und Verabreden zu einem Verbrechen vorgeworfen
  • Die Hauptverdächtigen - zwei Brüder aus Wiesbaden und ein Mann aus Offenbach - sollen der salafistischen Szene des Rhein-Main-Gebietes angehören.

Update, 25. März, 9.30 Uhr: Der Verdacht gegen sechs Männer hat sich erhärtet. Deshalb hat das Amtsgericht Frankfurt laut hessenschau.de einen Haftbefehl gegen sie erlassen. Darunter befinden sich auch die Hauptbeschuldigten  - zwei Brüder aus Wiesbaden und ein Mann aus Offenbach.

Beuth: "Polizei ist rechtzeitig eingeschritten" 

Update, 22. März, 17:47 Uhr: Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) erklärte, er gehe davon aus, dass es den Ermittlern gelungen sei, eine schwere Straftat zu verhindern. "Die Polizei ist rechtzeitig eingeschritten, um mögliche Anschlagsplanungen in einem frühen Stadium zu unterbinden", erklärte Beuth. Die Behörden hätten die radikal-islamistische Szene fest im Blick. "Und wir werden unsere Bürgerinnen und Bürger mit allen Mitteln des Rechtsstaats vor Terror und Gewalt schützen", erklärte der Minister.

Update, 22. März, 15:56 Uhr:  Die Staatsanwaltschaft hat am Freitagnachmittag Details bekanntgegeben. In einer Pressemitteilung wird näher auf die Ermittlungen eingegangen. Beschuldigt sind demnach zehn Personen aus Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und Mainz im Alter zwischen 20 und 42 Jahren. Vorgeworfen wird ihnen Terrorismusfinanzierung und das Verabreden zu einem Verbrechen.

Nach SEK-Einsatz: Drei Hauptbeschuldigte kommen aus Offenbach und Wiesbaden

Besonders im Fokus der Ermittlungen stehen ein 21-Jähriger aus Offenbach und zwei 31-jährige Brüder aus Wiesbaden. Sie gelten als Hauptbeschuldigte, sollen jeweils der salafistischen Szene des Rhein-Main-Gebietes angehören und sich verabredet haben, einen islamistisch-terroristisch motivierten Anschlag unter Einsatz eines Fahrzeugs und Schusswaffen zu verüben. Ihr Ziel sei gewesen, so viele „Ungläubige“ wie möglich zu töten.

Bereits Kontakt zu Waffenhändlern aufgenommen

Zur Vorbereitung des Anschlags sollen sie bereits Kontakt zu verschiedenen Waffenhändlern aufgenommen, ein größeres Fahrzeug angemietet und Vermögenswerte gesammelt haben, um diese für den Ankauf von Schusswaffen und die Begehung der geplanten Morde zu verwenden.

Bei den Durchsuchungen wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Gefunden wurden über 20.000 € Bargeld, mehrere Messer, kleinere Mengen Rauschgift sowie eine Vielzahl an schriftlichen Unterlagen und elektronischen Datenträgern. Die festgenommenen Beschuldigten sollen im Laufe des Nachmittags dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Frankfurt vorgeführt werden, der über den Erlass eines Haftbefehls und die Anordnung von Untersuchungshaft entscheiden wird.

Update, 22 März, 11.50 Uhr:  Es werden mehrere Objekte im Rhein-Main-Gebiet durchsucht. Laut Hessenschau.de gab es mehrere Festnahmen, die genaue Anzahl ist aber noch unbekannt.

Update, 22. März, 10.46 Uhr: Große Aufregung gab es am frühen Freitagmorgen in Frankfurt Nied. Ein SEK-Einsatz in der Heusingerstraße sorgte für kurzfristig gesperrte Straßen. Jetzt wurden mehr Hintergründe bekannt. Nadja Niesen von der Staatsanwaltschaft Frankfurt sprach auf Nachfrage von einer „größeren Maßnahme".  Es ging um den Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

SEK-Einsatz hatte nichts mit nahe gelegener Schule zu tun

Mit der benachbarten List-Schule habe der Einsatz nichts zu tun, stellte sie klar. Weitere Auskünfte und Details zum Einsatz würden erst später mitgeteilt

Erstmeldung, 22 März, 8.30 Uhr: Frankfurt - Am Freitagmorgen gegen 6 Uhr kam es zu einem SEK-Einsatz in Frankfurt Nied. Der Verkehr war in der Heusingerstraße beeinträchtigt.

Auf Nachfrage sagte die Polizei, dass der Einsatz nichts mit der Schule in der Nähe zu tun hatte. Weitere Details wollte sie zum Einsatz, der nach kurzer Zeit wieder beendet war, nicht nennen. Der Verkehr in der Heusingerstraße läuft wieder normal. (red/chw)

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