Angeklagter machte wirre Äußerungen

Tödliche Messerattacke - Beschuldigter soll in Psychatrie

Frankfurt - Nach einer tödlichen Messerattacke gegen seinen Zimmergenossen in einer Asylbewerberunterkunft soll ein 27 Jahre alter Mann dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht werden.

Die Staatsanwaltschaft stellte am Dienstag zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Frankfurt einen entsprechenden Antrag. Die Tat hatte sich Anfang dieses Jahres in der Küche der Einrichtung in Hattersheim (Main-Taunus-Kreis) ereignet. Nachdem der beschuldigte Syrer mit einem 39 Jahre alten Afghanen in Streit geraten war, versetzte er ihm insgesamt 19 Messerstiche, von denen drei in der Herzgegend landeten und tödliche Folgen hatten. Die Polizei nahm den Mann kurze Zeit später in einem Gebüsch außerhalb der Unterkunft fest. Das Messer hatte er noch in der Hand. Juristisch wertet die Staatsanwaltschaft die Tat als Totschlag.

Nachdem er bereits in seinen ersten Vernehmungen wirre Äußerungen gemacht hatte, wurde er in ein psychiatrisches Krankenhaus überstellt. Vor Gericht sagte er, der Afghane habe ihn an einen Onkel erinnert, der ihn vor längerer Zeit einmal schlecht behandelt habe. Seine Mutter sei vom israelischen Geheimdienst Mossad "verhext" worden und trachte ihm nach dem Leben. Der Prozess soll bereits am morgigen Mittwoch abgeschlossen werden. Ein psychiatrischer Sachverständiger wird der Schwurgerichtskammer zuvor seine Expertise vorlegen. (dpa)

Messerstecherei in der Offenbacher Innenstadt

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion