Neue Informationen S-Bahntunnel-Sperrung

Geduldsprobe: Reisende müssen viel Zeit einplanen

Frankfurt - Bauarbeiten statt S-Bahnen - in den Osterferien müssen viele Pendler und Reisende in Frankfurt wieder umsteigen. Diesmal soll es mehr Infos über die Sperrung geben. Im Sommer kommt es noch dicker - dann ist der Tunnel sechs Wochen lang dicht.

Wer in den Osterferien mit der S-Bahn in die Frankfurter Innenstadt will, muss ein paar Haltestellen vorher umsteigen - auf Straßen- und U-Bahnen und Busse. Auch Mietfahrräder stehen bereit. Denn in den hessischen Osterferien vom 27. März (Ostersonntag) bis zum 11. April fährt kein Zug durch den so wichtigen Tunnel unter der Frankfurter Innenstadt.Reisende, die dorthin wollen, müssen auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Alle Ziele in der Innenstadt seien weiterhin gut erreichbar, teilte die Bahn am Montag mit. Reisende sollten nach dem Rat des Fahrgastverbands Pro Bahn bis zu einer Dreiviertelstunde mehr Zeit pro Fahrt einplanen. Der S-Bahntunnel unter der Frankfurter City mit fünf wichtigen Stationen gehört zu den meistbefahrenen Bahnstrecken in Deutschland. Acht der neun S-Bahnlinien, die das Umland mit Frankfurt verbinden, fahren durch die Röhre, in Hauptverkehrszeiten 24 Züge in jeder Richtung pro Stunde.

Zur zweiten Vollsperrung des Frankfurter S-Bahntunnels soll es mehr Informationen für die Fahrgäste mit Ziel Innenstadt geben. In einer mehr als 30-seitigen Broschüre sind alle Ersatzverbindungen aufgelistet, im Internet kann ein persönlicher Fahrplan mit allen Verbindungen zusammengestellt werden. Der Regionalverkehr ist nicht betroffen. Aus Richtung Hanau können ICE und IC-Züge mit RMV-Tickets benutzt werden. Während der Sperrung werden rund um die Uhr Signale montiert und die im vergangenen Sommer verlegten Kabel angeschlossen. Rund 120 Arbeiter seien damit in drei Schichten beschäftigt, sagten DB-Vertreter. Die Arbeiten dienen dem Bau eines neuen elektronischen Stellwerks, das ab 2018 den unterirdischen Zugverkehr steuern soll. Die Bahn will die Sperrung auch nutzen, um Schienen zu erneuern oder abzuschleifen und die unterirdischen S-Bahnstationen Stationen zu sanieren.

Im vergangenen Jahr war der Tunnel während der Sommerferien dicht - damals wurden die Kabel in der 6,4 Kilometer langen Röhre unter der Frankfurter City verlegt. In den kommenden Sommerferien ist erneut eine Sperrung geplant, die sechs Wochen dauern soll. Nach der ersten Tunnelsperrung im vergangenen Sommer hatte Pro Bahn unzureichende Informationen der Fahrgäste moniert: Umgebungspläne an den vorübergehenden Endstationen oder den gesperrten Stationen hätten gefehlt oder seien missverständlich gewesen. Das eingesetzte Personal habe nicht immer die erforderlichen Ortskenntnisse aufgewiesen und mitunter wenig sinnvolle Hilfestellung geben können.

Rubriklistenbild: © dpa

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