Wohungsdurchsuchung

Mann soll in Frankfurt über 50 Frauen belästigt haben - Polizei sucht Zeugen

Ein Mann treibt offenbar in Frankfurt sein Unwesen. Er könnte sich knapp 50 Frauen im gesamten Stadtgebiet auf unangemessene Weise genähert haben. 
+
Ein Mann treibt offenbar in Frankfurt sein Unwesen. Er könnte sich knapp 50 Frauen im gesamten Stadtgebiet auf unangemessene Weise genähert haben. 

Ein 35 Jahre alter Mann steht im Verdacht, mehrere sexuelle Übergriffe in ganz Frankfurt begangen zu haben. Die Polizei sucht Zeugen.

  • Sexuelle Übergriffe im ganzen Stadtgebiet von Frankfurt
  • Polizei durchsucht Wohnung eines 35 Jahre alte Verdächtigen
  • Der Täter geht immer gleich vor

Frankfurt - Die Kriminalpolizei in Frankfurt hat am Mittwochmorgen (26.08.2020) die Wohnung eines 35 Jahre alten Mannes durchsucht, der im Verdacht steht, für mehrere sexuelle Übergriffe verantwortlich zu sein. Die Polizei sucht weitere mögliche Opfer und Zeugen, die die Übergriffe beobachtet haben könnten.

Sexuelle Übergriffe in Frankfurt: Knapp 50 Frauen meldeten sich schon

Laut Mitteilung der Polizei trug eine 22 Jahre alte Frau Mitte Juli den Sachverhalt an die Kriminalpolizei in Frankfurt heran. Sie beschrieb, dass sich ihr ein Mann in aufdringlicher und unangenehmer Weise genähert habe. Da sie andere Frauen vor dem Mann warnen und für das Thema sensibilisieren wollte, veröffentlichte sie ihre Schilderungen in den sozialen Medien.

Daraufhin meldeten sich laut Polizei knapp 50 Frauen, die ähnliches erlebt hatten und schilderten selbst ihre Erfahrungen. Die Übergriffe fanden demnach im gesamten Stadtgebiet statt. Diese Schilderungen wurden dann dem Frankfurter Fachkommissariat für Sexualdelikte vorgelegt. Die Beamten werteten alles detailliert aus, wobei schnell klar wurde, dass in einigen Fällen der Verdacht strafbarer sexueller Übergriffe besteht.

Sexuelle Übergriffe in Frankfurt: Täter geht immer gleich vor

Durch die Schilderungen der knapp 50 Frauen wurde der Polizei auch bewusst, dass der Täter immer auf die gleiche Art vorgeht. Zunächst gebe er laut den Beamten immer an, neu in Frankfurt zu sein und frage nach dem Weg zu einem wahllos ausgewählten Ort. Alternativ erkundigt er sich nach dem Weg zu einem Kino, einer Bar oder ähnlichem.

Unter diesem Vorwand gelangt er dann an das Mobiltelefon der Geschädigten, ruft sein eigenes Handy damit an, um an die Nummer der Frau zu kommen. Anschließend verwickelt er die Geschädigte in ein Gespräch, in dem er versucht, die betroffene Frau unter erfundenen Vorwänden und Angabe falscher Informationen zu seiner Person, zu einem Treffen zu überreden. Dieses Treffen soll in einem Café, einer Bar oder bei ihm zu Hause in Frankfurt stattfinden.

Täter reagiert unterschiedlich – je nach Verhalten der Frau

Je nachdem, wie die angesprochene Frau darauf reagiert, kommt es zu verschiedenen Verhaltensweisen des Tatverdächtigen. Diese reichen von verbal aggressivem Verhalten, einhergehend mit Beleidigungen, wenn die Frauen abweisend auf ihn reagieren, bis hin zu sexuellen Übergriffen, sofern die Frauen sich auf ihn einlassen.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung am Mittwochmorgen stellten die Beamten aus Frankfurt zwar Beweismaterial sicher, doch da die Voraussetzungen für einen Haftbefehl nicht gegeben waren, wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Polizei sucht nun nach weiteren Frauen, die der Tatverdächtige auf die selbe Art wie oben beschrieben angesprochen haben könnte. Die Beamten erhoffen sich daraus weitere Erkenntnisse zu seiner Vorgehensweise.

Sexuelle Übergriffe in Frankfurt: So wird der Täter beschrieben

Der Tatverdächtige wird wie folgt von der Polizei beschrieben:

  • Etwa 1,75 Meter groß
  • Schlank
  • Altersgerechtes Erscheinungsbild

Zeugen, die sachdienlichen Hinweise liefern können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei in Frankfurt unter der Telefonnummer 069-755-51399 in Verbindung zu setzen. (Von Melanie Gottschalk)

Erst kürzlich kam es in Schwanheim und Goldstein zu einer Reihe sexueller Übergriffe auf Frauen. Die Polizei fahndete daraufhin mit einem Phantombild nach einem möglichen Tatverdächtigen.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare