„A 661-Deckel“ bei Seckbach kürzer

Frankfurt speckt Projekt der A661-Überbauung leicht ab

Frankfurt - Die Idee, die Ostumgehung A661 zwischen Seckbach und Bornheim zu überbauen und auf diese Weise neuen Wohnraum und neue Grünzonen zu schaffen, existiert in Frankfurt schon seit einigen Jahren. Von Michael Eschenauer

Jetzt hat die schwarz-grüne Stadtregierung aus der Tatsache, dass nicht mit Bundesgeldern für das ungewöhnliche Projekt zu rechnen ist, die Konsequenz gezogen und die Länge der Überbauung von 1,3 Kilometern auf nur noch 400 Meter reduziert. Damit sinken die hierfür veranschlagten Kosten von 212 auf 91 Millionen Euro. Das gesamte Stadtentwicklungsprojekt wird auf 331 Millionen Euro veranschlagt. Zieht man die Einnahmen aus dem Grundstücksverkauf sowie erwartete Fördergelder ab, bleiben der Stadt Kosten in Höhe von 171 Millionen Euro. Benannt werden soll das neue Viertel nach Ernst May, der als Planungsdezernent in den Jahren 1925 bis 1930 wichtige städtebauliche Projekte in der Stadt initiierte.

Durch diese innere Stadtentwicklung würden 4000 Wohnungen für 10.000 Menschen entstehen, wie Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) berichtet. Im Rahmen des Großprojekts sollen der von der Friedberger Landstraße im Westen, von der Brücke der Friedberger Landstraße über die A661 im Norden und von der Seckbacher Landstraße im Süden begrenzte, links von der A661 gelegene Bereich sowie auf der rechten Autobahnseite Teile von Seckbach durch die Schaffung von Wohnquartieren und neuen Grünzonen umgestaltet werden. Der als Grünfläche konzipierte „Deckel“ beginnt gut 100 Meter südlich der Brücke der Friedberger Landstraße über die A661. Er soll zwischen 2023 und 2025 gebaut werden und nicht nur mehr Grün in die Stadt bringen, sondern die Frischluftversorgung verbessern sowie die Belastung der Wohngebiete durch den Autobanlärm vermindern.

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