Wohnen in Frankfurt

Frankfurt auf Spitzenplatz – Nur in einer Stadt ist Mieten teurer

+
Ob Mieten oder Kaufen, in Frankfurt steigen die Preise. Nach München ist Frankfurt jetzt Spitzenreiter unter den deutschen Metropolen.

Die Mieten in Frankfurt sind wieder gestiegen. Bundesweit belegt die Stadt sogar Platz zwei bei Mietpreisen. Doch warum steigen die Preise von Jahr zu Jahr?

  • Mieten in Frankfurt auf Spitzenniveau
  • Nur in einer Stadt kostet Wohnen mehr
  • Das sind die Gründe für die steigenden Mieten

Frankfurt - Steigende Mieten und kein Ende in Sicht. Zumindest wenn man auf die Zahlen des Frühjahrsgutachtens des Verbands „Zentraler Immobilien Ausschuss“ anschaut. Der Verband verglich die Zahlen aus dem Jahr 2019 mit denen der Vorjahre und das Ergebnis zeigt: Teurer als Frankfurt ist Mieten nur in München.

Mieten in Frankfurt: Die Mainmetropole ist die zweit-teuerste Großstadt 

13,10 Euro je Quadratmeter kostet eine Mietwohnung in Frankfurt. In München sind es stolze 16,40 Euro, in weiteren deutschen Großstädten wie Hamburg, Köln und Düsseldorf kosten Wohnungen durchschnittlich 10,50 Euro pro Quadratmeter zur Miete.

Und auch die Preise für den Wohnungskauf sind im Aufwärtstrend. In Frankfurt stiegen die Wohnungspreise um satte 12 Prozent, 2018 war es sogar ein Anstieg um 20 Prozent. Je Quadratmeter mussten Käufer in der Mainmetropole mehr als 5500 Euro zahlen.

Und nicht nur der normale Bürger findet kaum noch bezahlbaren Wohnraum, auch Büroräume werden dringend gesucht. Der Leerstand von Büros in Frankfurt ist 2019 wieder gesunken.

Frankfurt: Verband nennt mögliche Gründe für steigende Mieten

Der Miet-Wahnsinn in Frankfurt scheint kein Ende zu nehmen. Doch was ist der Grund für die ins schier unermessliche steigenden Mieten?

Ein Grund ist die große Beliebtheit der Metropole Frankfurt. Denn seit 2008 stieg die Zahl der Einwohner hier am stärksten mit einem Plus von 15,6 Prozent. Damit schlägt Frankfurt sogar das beliebte Berlin, dass nur einen Zuwachs 12,2 Prozent verzeichnen konnte.

Eine weitere Möglichkeit könne die sogenannte „Brexit-Euphorie“ sein, so das Frühjahrsgutachten des Verbands. Denn wie auch die dpa resümiert, wurde nach dem Votum Großbritanniens für den Brexit spekuliert, dass Frankfurt vom Zuzug britischer Banker profitieren könnte. Und neue Banken bedeuten natürlich auch neue zahlungskräftige, künftige Mieter für Frankfurt.

Mieten in Frankfurt: Mehr als 23.000 Wohnungen fehlen in der Metropole

Auch Planungsdezernent Mike Josef (SPD) zeigte in seinem Wohnungsmarktbericht: Mehr als 23.000 Wohnungen fehlen in Frankfurt. Doch eine kleine, gute Nachricht - aber er sieht auch Erfolge im Kampf gegen den Wohnungsmangel. 

Ein weiteres Problem in Frankfurt sind die zahlreichen leerstehenden Wohnungen, nur wenige sind bekannt. 400 Adressen hat der Mieterbund Höchster Wohnen bislang gesammelt. Aber die Stadt hat keine Handhabe.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare