Weg von den Negativschlagzeilen

Alt-Sachsenhausen soll neues Image bekommen

Frankfurt - Saufgelage, Schlägereien und Müllberge: Alt-Sachsenhausen sorgt seit Jahren für Negativschlagzeilen.

Die Stadt Frankfurt will dennoch ihre Projekte zur Verschönerung und Aufwertung des Vergnügungsviertels vorantreiben. Für die historische Sanierung von Brunnen und die Bepflasterung der Gassen wurden in den vergangenen Jahren rund 2,2 Millionen Euro ausgegeben, wie das Frankfurter Planungsdezernat mitteilte. Projekte für weitere 800 000 Euro seien in der Umsetzung oder Planung. Außerdem seien seit 2001 mit rund vier Millionen Euro 70 von rund 135 Häusern saniert und neu gestrichen worden. In Alt-Sachsenhausen selbst hat sich die von der Stadt unterstützte Initiative "altSaxneu" gegründet.

Luxus pur: Die teuersten Wohnlagen in Frankfurt

Der Zusammenschluss aus Gastronomen, Hoteliers und Leuten aus der Kreativ-Szene will wieder für mehr Flair im Viertel sorgen. "AltSaxneu" will gezielt auf Eigentümer einwirken, Häuser nicht nur an Shisha-Bars oder Imbissbuden zu vermieten. Unter den rund 80 Lokalen sind derzeit 14 Shisha-Bars, sagt Jürgen Vieth von der Initiative. Er betreibt selbst fünf Lokale in Alt-Sachsenhausen. Die Stadt hofft auch auf eine kulturelle Aufwertung des Viertels. In unmittelbarer Nähe wurde der Kuhhirtenturm für eine Million Euro saniert und zum Museum für den Komponisten Paul Hindemith (1895-1963) gemacht, der dort in den 1920er Jahren lebte. Außerdem entstanden Künstler-Ateliers. (dpa)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare