Viele Mehrfachzuschauer

Frischer Meister alter Schule: Carpendale in der Jahrhunderthalle

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Howard Carpendale in der Jahrhunderthalle.

Frankfurt - Viele sind Mehrfachzuschauer: Als Howard Carpendale in der ausverkaufen Frankfurter Jahrhunderthalle fragt, wer ihn schon vergangenes Jahr in der Alten Oper besucht hat, recken sich viele Finger in die Höhe. Der Sänger freut sich über das Kompliment.

Sowieso ist er bester Laune, lediglich mit seinem Alter zeigt sich der 72-Jährige nicht so glücklich. Doch der charmante „Opa“ nimmt’s mit Humor und amüsiert sein Publikum, wenn er darüber spricht. Schließlich gibt es unter den etwa 2000 Konzertbesuchern nur wenige, die älter sind als der gebürtige Südafrikaner.

In diesem Sinne wirkt die zweieinhalbstündige Show äußerst frisch. Mit dabei ist Carpendales siebenköpfige Band plus drei Hintergrundsängern und einer Sängerin. Nicht nur, dass eine große LED-Leinwand zum Einsatz kommt, auf der Farbflächen, Fotos und Filme zu sehen sind. Auch das Licht, in dem sich Carpendale und seine exzellenten Musiker präsentieren, wirkt spektakulär. Eindrücklich untermalt es die Atmosphäre der einzelnen Lieder.

Reizvoll kommt die Titelauswahl daher, die der Star aus 50 Karrierejahren getroffen hat. Selbstverständlich singt er Stücke des aktuellen Albums „Wenn nicht wir“. Doch auch Klassiker wie „Samstag Nacht“ und „Hello Again“ dürfen nicht fehlen, bei denen fast jeder in der Halle aufsteht und im Takt mitklatscht. Und wer da noch nicht mitsingt, der tut es spätestens bei „Dann geh doch“.

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Es macht viel Spaß, die Unplugged-Variante von „Wem (erzählst du nach mir deine Träume)“ zu hören. Auch die Coverversionen von „Tür an Tür mit Alice“ (Original von Smokie) und „Ti Amo“ (Umberto Tozzi) sorgen für ausgelassene Stimmung.

So jubeln die Zuhörer einem Unterhaltungskünstler zu, von dessen Format es nur sehr wenige in Deutschland gibt. Und der selbst nach der dritten Zugabe („Das alles bin ich“) noch so aufmerksam ist, dass er am Bühnenrand eine ausgestreckte Hand sieht, die eine CD von ihm hochhält. Er greift zu, signiert die Hülle und gibt sie zurück. Und hat wieder einen Fan glücklich gemacht! (tu)

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