Rund elf Millionen Euro hinterzogen

Fünf Festnahmen bei Großrazzia gegen Schwarzarbeits-Firmen

Gießen - Weil sie vier Jahre lang Steuern und Sozialabgaben in Höhe von insgesamt rund elf Millionen Euro hinterzogen haben sollen, sind heute fünf Männer festgenommen worden. Sie werden verdächtigt, Teil eines Netzwerks von Schwarzarbeitsfirmen aus dem Baugewerbe zu sein.

Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt und der Zoll mitteilten, sollen sie versucht haben, ihren Betrug unter anderem durch das Verlegen von Firmensitzen und den Einsatz von Strohmännern zu vertuschen. Heute Morgen kam es dann zur Razzia: Knapp 300 Beamte von Zoll, Polizei und Steuerfahndung durchsuchten 16 Wohnungen und Geschäftsräume in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet. Die Beamten stellten Material sicher, mehrere Waffen sowie Bargeld und Wertgegenstände im Wert von rund 120.000 Euro. Der Fund der Waffen zeige, dass es um ein kriminelles Milieu gehe, erklärte Michael Bender vom Hauptzollamt Gießen. Der Ring aus Schwarzarbeits-Firmen war 2014 durch Zufall in den Fokus der Ermittler geraten. Bei einer Baustellenkontrolle stießen Zollbeamte auf mehrere nicht versicherte ausländische Bauarbeiter. Bei den folgenden Ermittlungen entlarvten die Beamten mehrere Scheinfirmen, gegen die teilweise bereits Verfahren liefen.

Bilder: Großrazzia gegen organisierte Kriminalität

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion