Kulturdezernentin Hartwig: „Ein Vorbild und moralischer Kompass“

Künstler Max Weinberg wird posthum mit Goethe-Plakette geehrt

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Nicht nur mit seinem Werk, auch als Person war Max Weinberg eine prägende Figur der Kunstszene.

Frankfurt - Die Stadt Frankfurt ehrt Max Weinberg posthum mit der Goetheplakette. Der Künstler war am 18. April im Alter von 90 Jahren in Frankfurt gestorben.

Noch wenige Stunden zuvor hatte Oberbürgermeister Peter Feldmann Weinbergs aktuelle Ausstellung in der Oberfinanzdirektion besichtigt und den Künstler danach spontan am Krankenbett besucht, um ihn von der Auszeichnung zu unterrichten. Feldmann würdigte ihn als streitbaren, unbeugsamen Künstler, dessen Biografie ihresgleichen suche. „Weinberg war ein Vorbild und ein moralischer Kompass“, urteilte Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Weinberg, 1928 in Kassel geboren, floh 1933 mit seinen jüdischen Eltern aus Nazi-Deutschland und emigrierte 1935 nach Israel. Nach einem Studium an der Akademie für Kultur und Künste in Tel Aviv kehrte er 1959 nach Frankfurt zurück, wo er in einem städtisch geförderten Atelier an der Ostparkstraße arbeitete. Zu seinem 80. Geburtstag richtete die Stadt Weinberg eine große Ausstellung aus. Weitere in der Region folgten, unter anderem beim Kunstverein Offenbach im KOMM.

Die Goetheplakette wird maximal zweimal pro Jahr an Persönlichkeiten des kulturellen Lebens vergeben. (dpa)

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