Helikopter und Kanonen

Ende April beginnt die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Frankfurt - Der Eichenprozessionsspinner stellt Kommunen in ganz Hessen auch in diesem Jahr wieder vor große Herausforderungen. In Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt wollen die Verantwortlichen je nach Witterung ab Ende April gegen die kleine giftige Raupe vorgehen.

Frankfurt setzt bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners auf verschiedene Maßnahmen, wie der Abteilungsleiter des Grünflächenamts, Bernd Roser, sagte. „Spielplätze, die im Wald liegen, werden beispielsweise von einem Hubschrauber aus mit einem biologischen Schädlingsbekämpfungsmittel besprüht, einzeln stehende Eichen vom Boden aus.“ Die Nester, die dann noch übrig blieben, müssten nachträglich abgesaugt werden. Laut Roser führt die Stadt die Maßnahmen nicht selbst durch, sondern beauftragt dafür einen externen Dienstleister. Je nach Wetterlage werde dieser Ende April oder Anfang Mai mit der Bekämpfung beginnen.

Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner sind auch in Darmstadt geplant. Nach Angaben des städtischen Grünflächenamts wird eine externe Firma insgesamt 3 665 Bäume vorbeugend mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel behandeln. Die Bäume würden dabei mittels Hub-Arbeitsbühne oder Hochleistungssprühkanone besprüht. In den meisten Fällen geschehe dies vom Boden aus, einzelne Anlagen wie der Waldfriedhof oder der Tierschutzverein Darmstadt würden jedoch auch vom Hubschrauber aus besprüht. Die Maßnahmen sind Ende April bis Mitte Mai geplant.

„Relativ wenige Probleme“ mit dem Eichenprozessionsspinner habe es bisher in Wiesbaden gegeben, sagte Marco Lange, Sachgebietsleiter Baumpflege im Grünflächenamt. Zurückzuführen sei das auf Präventionsmaßnahmen, die die Stadt jedes Jahr durchführe. Laut Lange werden die Bäume dazu mit einem Mittel besprüht, das Parasiten enthält, die in die Raupen des Eichenprozessionsspinners eindringen und diese von innen zersetzen. „Der Wirkungsgrad dieser Methode liegt bei 95 bis fast 100 Prozent“, sagte Lange. Im vergangenen Jahr habe nachträglich nur noch ein Baum abgesaugt werden müssen. Wann die Maßnahmen durchgeführt würden, richte sich nach der Witterung.

Wie werde ich...?/ Forstwirt/in

Für eine Eiche kann der Kahlfraß durch den Eichenprozessionsspinner nach zwei Jahren in Folge den Tod bedeuten. Für den Menschen sind besonders die Brennhaare gefährlich. Durch direkte Berührungen wird die Haut gereizt, auch die Atemwege sind betroffen. (dpa)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare