Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Vorbereitung schwerer Gewalttat

18-jähriger mutmaßlicher Islamist aus Offenbach in Haft

Frankfurt - Zwei Männer aus dem Rhein-Main-Gebiet, ein Offenbacher (18) und ein Begleiter (25), sollen versucht haben, sich auf den Philippinen der Terrormiliz Islamischer Staat anzuschließen.

Gegen sie wird wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Nadja Niesen. Die Männer waren im April festgenommen worden und sitzen in Untersuchungshaft.

Nach Recherchen des Südwestrundfunks (SWR) wollten die Männer mit One-Way-Tickets von Köln/Bonn nach Bangkok und weiter nach Manila fliegen, um eine Kampfausbildung zu absolvieren.

Der Offenbacher Harun M. sei von Bundespolizisten an der Ausreise gehindert worden, weil im polizeilichen Meldesystem ein Vermerk über ihn vorgelegen habe. Er soll in der Vergangenheit an der inzwischen verbotenen LIES-Aktion teilgenommen und Kontakte zu Personen gehabt haben, die zum IS nach Syrien ausgereist seien. Sein Anwalt Ali Aydin sieht im Vorgehen seines Mandanten indes keine strafbare Handlung.

Bilder: Bundesweite Razzia gegen Islamisten

Dem anderen Verdächtigen, dem türkischen Staatsbürger Emre U., sei die Ausreise gelungen, er sei aber bei der Ankunft in Bangkok festgenommen und nach Deutschland zurückgebracht worden, hieß es weiter. Dem Bundeskriminalamt (BKA) sind bislang drei solche Ausreiseversuche in Richtung Philippinen bekannt. (dpa/mt)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: picture alliance/dpa

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