SPD und CDU brauchen Verstärkung

Im Römer sitzen 15 Parteien und Wählergruppen

Frankfurt - Sage und schreibe 15 Parteien und Wählergruppen, darunter sieben Einzelkämpfer, sind in den nächsten fünf Jahren in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung vertreten. Von Christoph Zöllner

Entsprechend schwierig gestaltet sich die Suche nach einer parlamentarischen Mehrheit im Römer, nachdem die schwarz-grüne Koalition abgewählt worden ist. Mit 24,1 Prozent der Stimmen bleibt die CDU zwar die stärkste Kraft, allerdings nur hauchdünn vor der SPD (23,8 Prozent). Beide Parteien kommen auf jeweils 22 Sitze. Das reicht zusammen nicht einmal für eine Große Koalition im 93 Sitze fassenden Parlament. Allenfalls eine „GroKo plus“ wäre denkbar: CDU und SPD müssten sich noch die Grünen (14 Sitze), was derzeit am wahrscheinlichsten erscheint, oder die FDP (7 Sitze) ins Regierungsboot holen. Jedenfalls erfüllten sich andere Hoffnungen, etwa auf eine Koalition aus CDU, Grünen und FDP, nicht.

„Frankfurt ist die einzige Großstadt in Hessen, in der die CDU als führende Kraft aus der Kommunalwahl hervorgegangen ist“, betont Stadtrat Uwe Becker, Kreisvorsitzender der Frankfurter CDU. „Daher haben wir auch die Verantwortung, eine stabile und handlungsfähige Mehrheit zu gestalten.“ Ihm zufolge sprechen die Christdemokraten zunächst mit ihrem bisherigen Koalitionspartner, den Grünen, danach mit SPD und FDP.

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In Frankfurt waren nach Angaben der Stadt am Sonntag rund 4000 Wahlhelfer im Einsatz. Sie sorgten in 377 Wahllokalen und 98 Briefwahlvorständen der 47 Stadtteile für einen reibungslosen Ablauf. Von den 502 107 Wahlberechtigten hätten 195 760 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, was einer Wahlbeteiligung von 39 Prozent entspricht.

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