Prozess in Frankfurt

Messerattacke auf Baustelle - Mann bestreitet Tötungsabsicht

Frankfurt - Im Prozess um eine Messerattacke auf einer Baustelle in Frankfurt hat der 49 Jahre alte Angeklagte vor dem Landgericht Frankfurt eine Tötungsabsicht bestritten.

Das Opfer, ein Kollege des Irakers, habe sich ohne sein Zutun bei einer Rangelei an dem Messer verletzt, sagte der Mann am Dienstag. Das Messer will er als Schutz vor möglichen Schlägen des Kollegen genommen haben.

Die Anklage legt dem Bauarbeiter versuchten Totschlag zur Last. Geschehen sein soll das Ganze im Dezember vergangenen Jahres in einem Baucontainer auf einer Baustelle im Stadtteil Sachsenhausen. Die beiden Männer sollen damals wegen eines unterlassenen Grußes zunächst verbal aneinandergeraten sein. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft war der 49-Jährige insbesondere über eine gewisse "Respektlosigkeit" des deutlich jüngeren, aus Serbien stammenden Arbeiters verärgert. Als der Angeklagte vom späteren Opfer schließlich mit einer abfälligen Bemerkung bedacht worden war, soll er zu einem Küchenmesser gegriffen und es dem 32-Jährigen in die linke Brust gestochen haben, knapp am Herzen vorbei.

Gewalt in deutschen Gefängnissen ist Alltag

Den Aussagen mehrerer Kollegen zufolge, war der Iraker noch niemals vorher durch Gewalttätigkeiten in der Firma aufgefallen. Nach der Tat wurde er fristlos entlassen und kam in Untersuchungshaft. Die Schwurgerichtskammer hat zunächst zwei Verhandlungstage terminiert. (dpa)

Rubriklistenbild: © dpa

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