Bis zu 60 Personen bedrängen Helfer

Mob behindert Reanimation: Polizei ermittelt

Frankfurt - Der Fall sorgt für Empörung: Eine Menschenmenge an der Konstablerwache behindert Rettungskräfte bei der Reanimation eines Mannes. Nun ermittelt die Polizei.

Randale bei einem Notfall-Einsatz von Rettungskräften an der Konstablerwache in Frankfurt: Eine Menschenmenge von 50 bis 60 Personen hat vorgestern Helfer bei der Reanimation eines bewusstlos gewordenen Mannes behindert. Erst ein massiver Polizeieinsatz ermöglichte den Rettungskräften ihre Arbeit.

Die Frankfurter Polizei hat nun mitgeteilt, dass sich der behandelte Mann außer Lebensgefahr befindet, außerdem gab die Pressestelle weitere Details des Vorfalls bekannt. Demnach heizte ein 19-Jähriger die Stimmung gegen die Beamten an, so dass immer mehr Menschen die Rettungsarbeiten behinderten. Dabei soll es sich um Menschen gehandelt haben, die sich regelmäßig an der Konstablerwache aufhalten - die Vermutung liegt nahe, dass es sich um Personen aus dem Drogen- und Dealermilieu handelt.

Die Polizei nahm den Mann fest, der die Menge mit Rufen gegen Polizei und Rettungskräfte aufhetzte. Es werde nun geprüft, ob und in welchem Ausmaß eine Straftat vorliege. Weitere Ermittlungen ergaben, dass der bewusstlose Mann, der den Einsatz überhaupt erst ausgelöst hatte, zuvor am Nachmittag eine Schaufensterscheibe in der Innenstadt eingeschlagen hatte. (nb)

Bilder: Polizeieinsatz in der Kaiserstraße wegen Jugendlichen

Rubriklistenbild: © dpa

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