Aktion „cleanffm“

Müll am Mainufer in Frankfurt bereitet zunehmend Probleme

Frankfurt - Tausende feiern Abend für Abend am Frankfurter Mainufer ausgelassen den Jahrhundertsommer. Doch dies schafft für die Stadt Frankfurt entlang der fast sieben Kilometer langen Kernzone zunehmend Probleme.

"Wir kommen mit dem Aufstellen von Müllbehältern gar nicht mehr nach", sagt Stephan Heldmann, der Chef des Frankfurter Grünflächenamts. In den vergangenen Wochen haben seine Leute zusätzliche 1,1 Kubikmeter zur Entsorgung von Flaschen oder Pizzaschachteln aufgestellt. Es sind nunmehr zwölf Kubikmeter - oft nur wenige hundert Meter von einander entfernt. Das Grünflächenamt gibt inzwischen fast ein Viertel des Etats von 12,3 Millionen Euro für die Müllentsorgung aus - nicht nur am Mainufer, sondern auch in den anderen Frankfurter Parks. Seit 2013 sind die Kosten dafür um 800.000 Euro gewachsen.

"Wir sind Opfer unseres eigenen Erfolgs", sagt Heldmann, der maßgeblich die Wiederbelebung der Frankfurter Museumsufer betrieben hat. Zwölf Millionen Euro hat die Stadt in den vergangenen Jahrzehnten in die Umsiedlung von Gewerbebetrieben und Konversion von Flächen gesteckt, um das Mainufer wieder für Freizeit und Erholung zurückzugewinnen. Zur Reduzierung des Mülls lehnt der Landschaftsgärtner aber disziplinarische Maßnahmen oder Sanktionen ab. Er setzt vielmehr auf die vom Frankfurter Magistrat beschlossene Aktion "cleanffm". Junge Menschen sprechen abends als "Sauberkeitsbotschafter" die Feiernden am Mainufer an, um bei ihnen die Bereitschaft zur freiwilligen Müllentsorgung zu fördern. (dpa)

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Rubriklistenbild: © Archiv: Jochum

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