Keine juristischen Folgen

Nach Angriff auf Auto von Kölner Fans: Eintracht-Anhänger freigesprochen

Frankfurt - Nach der Bundesliga-Begegnung zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln im November 2016 hatten SGE-Fans das mit vier Kölnern besetzte Auto demoliert. Ein 23-jähriger Eintracht-Anhänger wurde nun vom Amtsgericht freigesprochen.

Ein gewalttätiger Angriff von Eintracht-Anhängern auf das Auto von Kölner Fans bleibt ohne strafrechtliche Folgen. Das Amtsgericht Frankfurt sprach heute einen 23 Jahre alten SGE-Fan vom Vorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie der versuchten gefährlichen Körperverletzung frei. Es könne nicht abschließend geklärt werden, ob der Angeklagte tatsächlich bei der Attacke im November 2016 auf einem Parkplatz an der Commerzbank-Arena dabei gewesen sei, hieß es im Urteil.

Nach der Bundesliga-Begegnung zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln hatten Frankfurter Fans das mit vier Kölnern besetzte Auto demoliert. Bei einer polizeilichen Gegenüberstellung hatte eine Zeugin gesagt, der spätere Angeklagte habe die Heckscheibe des Wagens eingetreten. Darüber hinaus wurde das Fahrzeug mit Schlagstöcken und Steinen so zerschlagen, dass ein Totalschaden entstand. Die vier Insassen erlitten Todesängste.

Vor Gericht stellte sich heraus, dass es bei der Beobachtung der Frau starke Widersprüchen gab. Nach eineinhalb Jahren konnte sie den Angeklagten nicht mehr mit der nötigen Sicherheit als Täter erkennen. Darüber hinaus war sie seinerzeit auf dem dunklen Parkplatz mehr als zehn Meter vom Tatort entfernt. Auch wenn es "unbefriedigend" sei, dass ein "ziemlich dramatischer Vorfall" nicht abschließend geklärt werden könne, müsse der Angeklagte bei so vielen Zweifeln freigesprochen werden, hieß es im Urteil. Der Angeklagte hatte den Vorwurf bestritten - er sei zu jenem Zeitpunkt im Stadion gewesen. (dpa)

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