Anastacia zu Gast in Frankfurt

Her mit den neuen Fans!

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Stimmgewaltig: Popsängerin Anastacia beschenkte das Publikum in der Alten Oper mit Gesang und T-Shirts.

Frankfurt - Kaum, dass die ersten Töne des Hits „Left Outside Alone“ erklingen, springen die Leute auf. In sattem Sound erklingen am Freitagabend in der Alten Oper „Caught In The Middle“ und „Sick And Tired“. Ob Anastacia gut gelaunt ist? Und wie! Von Thomas Ungeheuer 

Mit der 49-Jährigen stehen eine fünfköpfige Band und zwei Background-Sängerinnen auf der Bühne. Das Zusammenspiel der Musiker wirkt ungemein kraftvoll und frisch. Vielleicht liegt das an der Rundumerneuerung der Band: Als Anastacia im vergangenen Sommer im Hanauer Amphitheater auftrat, begleiteten sie zumindest an Bass, Gitarre, Drums und Keyboards andere Künstler.

Anastacias Debütalbum „Not That Kind“ erschien im Jahr 2000. Entsprechend gemischt ist auch das Alter der Konzertbesucher. Die jüngsten sind etwa 20 Jahre und die ältesten um die 80. Als die amerikanische Texterin und Komponistin fragt, wer erstmals eine Show von ihr besuche, heben fast die Hälfte im Saal die Hände. Der Sängerin gelingt es noch immer, neue Fans für ihre Musik – eine reizvolle Mischung aus Pop, Rock und Soul – zu gewinnen.

Die Tochter des Sängers Robert Newkirk und der Broadway-Schauspielerin Diane Hurley ist begeistert, denn: „Ohne all jene, die zum ersten Mal da sind, wäre die Halle ziemlich leer.“ Überhaupt hält das „kleine Mädchen“, wie Anastacia sich nennt, das Publikum gut auf Trab. Sie fotografiert sich mit ihren Fans und wirft gemeinsam mit zwei Assistenten T-Shirts in den Saal, nach denen gierig gesprungen wird.

Bloß einmal ist die unbeschwerte Stimmung für einen kurzen Moment auf der Kippe. Die Musikerin erzählt von dem Album, das sie im Jahr 2012 aufgenommen hat: Auf „It’s A Man’s World“ sang sie ausschließlich Songs, die im Original von Männern stammen. Die geplante Tournee musste Anastacia damals absagen, weil sie zum zweiten Mal an Krebs erkrankt war. Den hat sie besiegt.

Archivbilder

Anastacia rockt die Jahrhunderthalle

Ihre Version von „Use Somebody“ trägt sie mit ihrer strahlenden und vollen Stimme vor – es reicht locker an das Original von „Kings of Leon“ heran. Mitsingen möchte allerdings niemand. Dafür gibt es nach einem stimmungsreichen, gut anderthalbstündigen Konzert bei der Zugabe „I’m Outta Love“ einen zauberhaften Chor zu hören, der sich aus textsicheren – überwiegend weiblichen – Fans zusammensetzt.

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