Neues Angebot in Frankfurt geplant

Handyparken erobert die Region

Frankfurt/Offenbach – Die Stadt Frankfurt will das Handyparken einführen. In der Region gibt es das Angebot bereits in Bad Homburg, Wiesbaden und Hanau. Künftig sollen auch Offenbach, Darmstadt und Hofheim dazukommen. Von Florian Leclerc

Bis zum Frühjahr will das Integrierte Verkehrs- und Mobilitätsmanagement der Region (IVM) einen Rahmenvertrag mit der „Smartparking“-Plattform schließen, sagte Geschäftsführerin Heike Mühlhans. In der Region gibt es das Angebot bereits in Bad Homburg, Wiesbaden und Hanau. Künftig sollen auch Offenbach, Darmstadt und Hofheim dazukommen.

Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) rechnet damit, dass das Handyparken bis zur Sommerpause politisch beschlossen sein wird. Überlegungen zum Handyparken in Frankfurt gibt es seit 2009. Nach seiner Amtseinführung 2016 hatte Oesterling angekündigt, das Handyparken einführen zu wollen. Beim Handyparken müssen Autofahrer nicht mehr zum Automaten laufen. Sie bezahlen über eine Smartphone-App. Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt. Über die Plattform smartparking.de können sich die Autofahrer bei einem oder mehreren Anbietern registrieren. Derzeit gibt es sieben Anbieter in mehr als 70 deutschen Städten. Vorreiter beim Handyparken war Mainz im Jahr 2005.

Die städtische Verkehrspolizei kontrolliert das Handyparken, bei dem es keine Parkscheintickets gibt, über ein elektronisches Datenerfassungsgerät. Dieses gleicht das Kennzeichen mit den Informationen der Anbieter ab. Ein Vorteil für die Autofahrer sei, dass sie nicht mehr zum Automaten laufen müssten, um die Parkzeit zu verlängern, sagte Oesterling. Das könnten sie, bis zum Erreichen der Höchstparkzeit, über die App erledigen.

Wie Einparken seinen Schrecken verliert

Parken kostet derzeit in bewirtschafteten Zonen in der Frankfurter Innenstadt einen Euro für 20 Minuten beziehungsweise drei Euro für eine Stunde. Außerhalb der Innenstadt ist es günstiger, mit 50 Cent für 20 Minuten. Beim Handyparken sollten Nutzer die Preise vergleichen. Diese variieren bei den verschiedenen Anbietern leicht. Auch nehmen die Anbieter eine Gebühr von wenigen Cent für ihre Dienstleistung. Die Parkgebühren führen die Firmen an die Stadt ab.

Angesichts der Debatte um die Fahrverbote in Frankfurt und ausstehender Gerichtsentscheide kündigte Oesterling weitere Entscheidungen an. Neben Busspuren, Park-and-ride-Plätzen und der Nachrüstung kommunaler Fahrzeuge zähle dazu die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung. Diese soll schrittweise erfolgen, zunächst rund um den Anlagenring. Auch soll das Bewohnerparken in weiteren Stadtteilen eingeführt werden.

Technik soll Zeit, Geld und Nerven sparen:

„Smartparking“ ist ein Zusammenschluss führender Anbieter elektronischer Zahlungssysteme für ein bargeldloses Parken. Ziel der Initiative ist es eigenen Angaben zufolge, das unkomplizierte Bezahlen von Parkgebühren mit dem Smartphone als Alternative zu Parkuhren und Parkscheinautomaten bundesweit zu etablieren. Dabei versteht sich die Plattform als dienstleistungs- und serviceorientierter Berater und Partner von Kommunen, wenn es darum geht, das neue Zahlungssystem einzuführen, aufzubauen und zu pflegen. Verbraucher sollen nicht mehr mühsam nach Kleingeld kramen müssen. Das Angebot spare Zeit, Geld und Nerven. Die Kunden würden in mehr als 70 deutschen Städten von insgesamt sieben Anbietern betreut, die sich bei Verbreitung, Preis und Technik – via App, SMS oder Anruf – unterschieden. (cz)

Rubriklistenbild: © picture alliance / Monika Skolim

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